Unternehmen legte 2004 beim Nettogewinn deutlich zu

6. April 2005, 11:33
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Analystenerwartungen übertroffen - Netto­verschuldung sank auf unter 2 Milliarden Euro - Dividendenerhöhung vorgeschlagen

Wien - Die Telekom Austria (TA) hat den Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2004 kräftig gesteigert. Der Nettogewinn stieg um 69,4 Prozent von 134,2 auf 227,3 Mio. Euro. Das Betriebsergebnis (EBIT) wurde um 22,4 Prozent auf 452,7 Mio. Euro verbessert, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg bereinigt um 3,9 Prozent auf 1,569 Mio. Euro. Der Umsatz der Gruppe wuchs auf bereinigter Basis leicht um 3,4 Prozent auf 4,056 Mrd. Euro, unbereinigt um 2,2 Prozent.

Mit diesen Bilanzergebnissen übertraf die TA die Schätzungen der von der APA befragten Analysten, die für den Umsatz im Schnitt einen Wert von 4,037 Mrd. Euro, für das EBITDA 1,561 Mio. Euro, für das EBIT 446,7 Mio. Euro und für den Nettogewinn 196,0 Mio. Euro erwartet hatten.

Umsatzerlöse im Festnetz gestiegen

Den EBIT-Zuwachs führt die TA auf höhere Umsatzerlöse im Festnetz und Mobilfunk sowie auf niedrigere Aufwendungen im Festnetz- und Internetbereich zurück. Die kräftige Steigerung des Nettogewinns basiere auf niedrigere Nettozinsaufwendungen und höhere Steueraufwendungen, die einen einmaligen Steueraufwand in Folge der per Jänner 2005 in Kraft getretenen Steuerreform beinhalten, hieß es.

Erstmals habe die TA im Vorjahr im Festnetz- und Internetbereich ein Umsatzzuwachs und ein deutlich positives Betriebsergebnis erzielt, so TA-Generaldirektor Heinz Sundt. Der Festnetzumsatz erhöhte sich geringfügig bereinigt um 0,9 Prozent auf 2,185 Mrd. Euro, das Betriebsergebnis (EBIT) drehte von minus 34,3 auf plus 55,8 Mio. Euro ins Plus.

Im Mobilfunk sei trotz eines intensiven Wettbewerbs und gesättigten Marktes ein Umsatz- und Kundenwachstum in allen Regionen erreicht worden, so Sundt. Der Handy-Umsatz stieg bereinigt um 5,8 Prozent auf 2,126 Mrd. Euro, das EBIT um 1,5 Prozent auf 407,4 Mio. Euro. Festnetz und Mobilfunkbereich waren damit umsatzmäßig annähernd gleich groß. Auch 2005 sei keine Konsolidierung des Mobilfunkmarktes und daher eine Fortführung des Preiswettbewerbs zu erwarten. Das erwartete Umsatz- und Ergebnisplus im Mobilfunkbereich werde daher zum Gutteil aus dem Ausland kommen, wobei in Kroatien mit dem Einstieg eines dritten Betreibes mit einem abgeschwächten Wachstum zu rechnen sei.

Nettoverschuldung reduziert

Die Nettoverschuldung reduzierte die TA 2004 um 25,2 Prozent auf 1,974 Mrd. Euro, was auf den Rückgang der Anlagenzugänge um 8,6 Prozent auf 548,2 Mio. Euro sowie auf den höheren operativen Cash Flow zurückzuführen sei, so die TA weiter.

Dividende wird erhöht

Der TA-Vorstand wird der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende von 0,24 Euro je Aktie vorschlagen, nach 0,13 Euro für 2003.

2005 soll Nettogewinn um 25 Prozent steigen

Das Geschäftsjahr 2004 sei für die Telekom Austria das stärkste Jahr seit dem Börsegang im Jahr 2000 gewesen, stellte Sundt am Mittwoch zu den Bilanzergebnissen fest. Für 2005 sei eine "zumindest flache" Entwicklung bei Umsatz und bereinigtem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zu erwarten. Beim Nettoergebnis werde hingegen wegen einer niedrigeren Steuerbelastung durch die Steuerreform und einem Rückgang des Zinsaufwandes mit einem Plus von "etwa 25 Prozent" gerechnet.

Die "solide Geschäftsentwicklung" 2004 schaffe "die besten Voraussetzungen" für die geplanten Expansionsvorhaben, führte Sundt weiter aus. Die TA steht vor der Übernahme des bulgarischen Handynetzbetreibers MobilTel. Die Akquisition der MobilTel werde zumindest vorübergehend zu einem Anstieg der Nettoverschuldung führen. Die Zahl der Mitarbeiter in der TA ging 2004 im Durchschnitt der Periode von 14.657 auf 13.638 zurück. (APA)

  • Die Telekom Austria hat 2004 die Erwartungen der Analysten übertroffen und den Nettogewinn um 69,4 Prozent auf 227,3 Millionen Euro verbessert

    Die Telekom Austria hat 2004 die Erwartungen der Analysten übertroffen und den Nettogewinn um 69,4 Prozent auf 227,3 Millionen Euro verbessert

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