110 Euro Strafe für Schulschwänzen

8. Juli 2005, 10:26
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Absichtlich versäumte Schultage können für die Eltern teuer werden - Tirolerin nahm ihre Kinder zwei Tage vor Schulschluss mit in den Urlaub und bekam Strafbescheid

Eine Tirolerin, die ihre beiden Kinder wegen eines Urlaubes zwei Tage vor den Weihnachtsferien aus der Schule nahm, muss jetzt Strafe zahlen: Der Bescheid der Bezirkshauptmannschaft lautet auf 110 Euro oder einen Tag Gefängnis.

Umbuchen zu teuer

Die Frau aus Inzing hatte bereits im Herbst eine Urlaubreise gebucht. Sie hoffte , dass die Kinder zwei Tage frei bekommen würden. Die Schuldirektion habe das jedoch nicht genehmigt, so das ORF- Radio. Umbuchen oder Stornieren kam der Frau zu teuer, daher hat sie die Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft in Kauf genommen.

Bis zu eine Woche könnten Schüler dem Schulgesetz zu Folge vom Unterricht freigestellt werden. Die zuständige Direktorin hat sich jedoch auf einen früheren Beschluss der Lehrerkonferenz berufen, wonach es keine Freistellung für Urlaubsfahrten gebe.

Berufung eingelegt

Die Mutter hat Berufung bei der Bezirkshauptmannschaft eingelegt. Die Frau war überzeugt, dass ihre Kinder frei bekommen hätten, wenn sie den Weihnachtsurlaub als Familientreffen deklariert hätte. Sie hätte die Kinder auch krankmelden können, wie dies andere Eltern tun, sagte sie. Doch sie habe den "ehrlichen Weg" wählen wollen.

Ein Beitrag zu der Debatte kommt vom Verband der steirischen Elternvereine. Laut ORF.at will der Verband, dass Eltern künftig entscheiden können, ihre Kinder an einzelnen Tagen nicht in die Schule zu schicken. Elternverbands-Obfrau Ilse Schmid fordert dazu eine Gesetzesänderung. Eltern sollten pro Schuljahr auf jeden Fall fünf freie Tage für ihre Kinder genehmigt bekommen, so Schmid. (APA)

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    Zwei Tag vor Schulschluss schon die Seele baumeln lassen - dafür müssen die Eltern jetzt Strafe zahlen.

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