GRAS will stimmenstärkste Fraktion bleiben

18. Mai 2005, 19:07
posten

Bildungspolitische Alternativen, Demokratisierung, Feminismus und Freiraum für Studierende als Schwerpunkte im Wahlkampf

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS) haben ein klares Ziel für die Wahl der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) vom 31. Mai bis 2. Juni: sie wollen stimmenstärkste Fraktion bleiben. Mit den Schwerpunkten Bildungspolitische Alternativen, Demokratisierung, Feminismus und Freiraum für Studierende zieht das Wahlkampfteam der heute vorgestellten Spitzenkandidatinnen Doris Gusenbauer und Rosa Nentwich-Bouchal in das Rennen um die Mandate. Eine Koalition mit der AktionsGemeinschaft (AG) auf Bundesebene wird von den GRAS vornherein ausgeschlossen.

"Bildung ist nicht Marktwert, sondern Menschenrecht", formulierte Nentwich-Bouchal die Grundausrichtung der Bildungspolitik, die die GRAS verfolgt. Freier Hochschulzugang, ausreichende Finanzierung und Bildung für alle anstelle von Elitedenken sind die Forderungen, die die Spitzenkandidatin daraus ableitet. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) fordert sie auf, "sich im Zuge des Bologna-Prozesses für einen europaweit freien Hochschulzugang einzusetzen, statt sich auf Sachzwänge auszureden."

Innerhalb der Universitäten will man gegen die "Machtzentrierung auf die Rektoren und die Beschränkung der Mitsprache der Studierenden" kämpfen, so Nentwich-Bouchal. Dazu soll das Universitätsgesetz (UG) "aufgemacht und neu beschlossen werden". Die GRAS will außerdem die Universitäten an die Schulen bringen, um schon die Schüler mit mehr Informationen zum Studium zu versorgen.

Als weitere Schwerpunkte will die GRAS gegen "strukturelle Gewalt an Frauen" vorgehen, und Freiräume für Studierende schaffen, wie Gusenbauer erklärte. Räume ist dabei ganz wörtlich zu verstehen, denn Gusenbauer stellt sich selbstverwaltete Orte innerhalb der Universitäten vor, die Studierende als Kommunikationsplattform benutzen können.

Die GRAS bzw. GRAS-nahe Fraktionen werden an elf Universitäten für die Universitätsvertretungen kandidieren. Die Bildung von Listenverbänden hat die Fraktion nicht vor. Bei der vergangenen ÖH-Wahl 2003 hat die GRAS mit 29 Prozent der Stimmen vierzehn Mandate in der 45 Sitze umfassenden Bundesvertretung erzielt und stellt in einer Koalition mit dem Verband Sozialistischer StudentInnen Österreichs die ÖH-Exekutive. (APA/15.3.2005)

Share if you care.