Hintergrund: FPÖ-Wien und Provokation

14. März 2005, 12:54
13 Postings

Auch Plakate von Kabas und Partik-Pable sorgten für Aufregung

Wien - Provokative Plakate von Seiten der FPÖ Wien sind nichts Neues. Bereits 1996 entstand mit "Wien darf nicht Chicago werden" die Ur-Version des jetzigen Strache-Plakats. Die bisher heftigsten Reaktionen löste im Nationalratswahlkampf 1999 der damalige Spitzenkandidat Hilmar Kabas aus. Er ließ in der Bundeshauptstadt "Stopp der Überfremdung" plakatieren. Kabas wurde auf Grund dieser Kampagne durch den damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil als Mitglied eines schwarz-blauen Regierungsteams abgelehnt und musste auch eine Tortung über sich ergehen lassen.

Bei der folgenden Wiener Gemeinderatswahl 2001 wurde Kabas, der unter dem "Hump-Dump"-Skandal und der Spitzelaffäre litt, von Helene Partik-Pable als Spitzenkandidatin abgelöst. Auch ihre Plakate sorgten für Aufregung. Die Slogans: "Ausländer: Ich verstehe die Sorgen der Wiener!" und "Kriminalität: Auch ich will sicher leben!" wurden dabei immer so angebracht, dass "Ausländer" immer links und "Kriminalität" immer rechts war. "Das hat alles rein technische Gründe, eine hintergründige Aussage wurde nicht beabsichtigt", meinte damals Haider-Freund Gernot Rumpold, dessen Firma mit der Wahlwerbung beauftragt war.

Für Staunen sorgten im Wahlkampffinish 2001 schließlich noch die Plakate, auf denen zwar "Helene Partik-Pable oder rot-grün" zu lesen war, wo daneben jedoch das Konterfei des Kärntner Landeshauptmanns aufgedruckt war. (rasch)

  • Wiener Wahlkampf 2001: Partik-Pable wurde mit Haider überklebt
    foto: standard/cremer

    Wiener Wahlkampf 2001: Partik-Pable wurde mit Haider überklebt

Share if you care.