Boulevard: Die Weltoffenheit der Mohrenfigur

14. März 2005, 20:16
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Sich vom Mohren zu verabschieden, wäre rassistisch, meint Julius Meinl der Fünfte

Julius Meinl V. wollte die Gelegenheit nutzen und ein paar Missverständnisse aus der Welt räumen.

Und erklärte Donnerstagabend, als er gemeinsam mit dem Designer Matteo Thun das Neudesign von Mohr & Marke präsentierte, wie das mit der Figur gemeint war und ist: Mitnichten, so Meinl, sei der Mohr ein Relikt aus kolonialer Herrlichkeit, das an Sklaverei und Unterdrückung erinnert: „Der Mohr stand von jeher für Exotik und Internationalität“, also quasi für ein weltoffenes Gesellschaftsideal, das erst jetzt Schule mache: „Wir müssen uns vom Gedanken verabschieden, dass Europa je wieder weiß und christlich sein wird.“

Das, so Meinl, sei keineswegs negativ konnotiert – sich vom Mohren zu verabschieden, wäre da ein Schritt zurück. „Das wäre rassistisch.“ (Thomas Rottenberg, DER STANDARD Printausgabe, 12.03.2005)

  • Julius Meinl und Matteo Thun präsentieren das neue Design von Meinl
    foto: rott

    Julius Meinl und Matteo Thun präsentieren das neue Design von Meinl

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