US-Richtlinien für mobilen Content

18. März 2005, 10:43
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Industrie mit Selbstregulierung bei Erwachseneninhalten fürs Handy

Die US-Anstandsregeln im Medienbereich greifen nun auch auf den mobilen Content für Handys über. Nach einer Aufforderung durch die Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) will die Industrie zur Selbstregulierung schreiten. Bis zum Sommer sollen Richtlinien erlassen werden, die die Verbreitung von mobilem Content bzw. dessen Zugang für Jugendliche regeln. "Die neuen Richtlinien sollen bis zum Jahresende in Kraft treten", kündigte Steve Largent, Präsident des US-Branchenverbandes CTIA an.

Schrittweise

Der Schritt des Branchenverbandes kommt, nachdem die FCC in der Vergangenheit gegen anstößige Inhalte in Radio und Fernsehen vorgegangen ist. Im Kongress wird überlegt, Geldstrafen bei Verstößen gegen die guten Sitten einzuführen. Nachdem die oberste Medieninstanz Radio und Fernsehen ins Visier genommen hat, richtete John Muleta, Chef des FCC-Büros für den Wireless-Bereich, eine Aufforderung an die Mobilfunk-Provider, sich des Themas anzunehmen. Vor allem sollte die Industrie den Eltern Möglichkeiten in die Hand geben, die es ihnen erlauben, ihrem Nachwuchs den Zugang zu mobilem "Erwachsenen-Content" zu verwehren.

Zahlen

Gegenwärtig gibt es in den USA nach aktuellen CTIA-Zahlen 177 Mio. Mobiltelefonierer. Unter den Fünf- bis 19-Jährigen gibt es Schätzungen zufolge 21 Mio. Handyuser. Die Tatsache, dass Nutzer mit modernen Handys auch im Internet surfen können, hat Befürchtungen über mögliche Jugendgefährdungen laut werden lassen. Der Branchenverband, dem die wesentlichen Provider wie Cingular Wireless und Nextel angehören, hat nun erste Richtlinien erlassen, die die Unterteilung von Content in "jugendfrei" und "nicht jugendfrei" ermöglichen sollen. Man werde, sagte Largent, Tools etablieren, um unauthorisierten Zugang zu ungeeignetem Content zu verhindern. (pte)

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