Israelische Sicherheitskräfte lassen Verletzte nicht in Krankenhaus

11. März 2005, 07:39
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Israelin hatte keine Ausweispapiere bei sich

Jerusalem - Israelische Sicherheitskräfte haben einer schwer verletzten Israelin die Aufnahme ins Krankenhaus verwehrt, weil sie keine Ausweispapiere bei sich hatte. Die Frau sei bei einem Verkehrsunfall in Jerusalem verletzt worden und sei bewusstlos in ihrem Wagen gelegen, als palästinensische Sanitäter dort vorbeigekommen seien, teilte der palästinenische Rote Halbmond am Donnerstag mit. Die Rettungskräfte hätten die Verletzte am Unfallort erstversorgt und dann ins Hadassah-Krankenhaus gebracht, nachdem zwei zufällig vorbeigekommene israelische Sanitäter darum gebeten hätten. Am Krankenhaus habe das Wachpersonal nicht nur alle Rettungskräfte, sondern auch die Verletzte abgewiesen, weil sich ihr Ausweis nicht finden ließ.

Die Palästinenser hätten den Sicherheitskräften gesagt, dass die Verletzte eine israelische Staatsbürgerin sei, sich in Lebensgefahr befinde "und dass sie unbedingt sofort ins Krankenhaus muss", hieß es in der Erklärung des Roten Halbmondes. Sie seien dennoch nicht zugelassen worden und hätten die Frau in ein Missionarskrankenhaus im Osten der Stadt gebracht, wo sie behandelt worden sei. Erst nachdem israelische Polizisten den palästinensischen Krankenwagen zum Hadassah-Krankenhaus begleitet hätten, habe die Verletzte dort später zur weiteren Versorgung eingeliefert werden können. (APA)

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