Gewünschte Selektion

21. Dezember 2005, 13:39
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Rechnungshof für Studieneingangsphasen

Wien - Studieneingangsphasen, wie sie im Psychologiestudium bereits etabliert sind, könnten demnächst auch für andere Wissenschaftsbereiche der Universität Wien angedacht werden. Der Rechnungshof (RH) empfiehlt in seinem jüngsten Wahrnehmungsbericht, die Zweckmäßigkeit der "leistungsselektiven Studieneingangsphasen" auch für andere Massenstudienrichtungen zu prüfen - und die Uni Wien schließt sich dieser Auffassung in ihrer Stellungnahme an.

Auch eine "Schwerpunktsetzung bei österreichweit mehrfach angebotenen Studienrichtungen" sei zu überlegen, das gleichzeitige Angebot von bestimmten Studienrichtungen an mehreren Standorten gelte es zu hinterfragen, heißt es im RH-Bericht. Im Zuge der Prüfung der Wirtschaftswissenschaftlichen und Humanwissenschaftlichen Fakultät will RH-Präsident Josef Moser auch das "Spannungsverhältnis zwischen freiem Hochschulzugang und den begrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen" gelöst sehen.

Auf Kritik stoßen zudem verspätet ausgestellte Lehrveranstaltungszeugnisse. Auch die durch die "Massenstudien" provozierte "Abweichung vom idealtypischen Studienverlauf" missfällt den Prüfern. Ebenfalls erwähnt: Die große Anzahl an externen Lehrbeauftragten könnte zu Problemen bei der Qualitätssicherung und bei der Betreuung der Studierenden führen. Die Uni Wien solle daher die "finanzielle Bedeckbarkeit" neu kalkulieren. (kmo/DER STANDARD, Printausgabe, 10.3.2005)

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