Comcast und Motorola gründen Joint Ventures

18. März 2005, 10:33
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Kabelbetreiber will mehr Einfluss bei Verschlüsselungstechnologien

Der größte US-amerikanische Kabelbetreiber Comcast und Motorola wollen in punkto Digitalempfänger in Zukunft stärker zusammen arbeiten. Dazu sollen insgesamt zwei Joint Ventures zur Entwicklung und Lizenzierung der so genannten Set-Top-Boxen gegründet werden, teilten beide Unternehmen mit. Comcast verpflichtete sich darüber hinaus, Motorola in den kommenden Jahren Digitalempfänger im Wert von einer Mrd. Dollar abzukaufen.

Verschlüsselung

Comcast erwartet sich von der Vereinbarung mehr Einfluss auf die Entwicklung der Technologie in den Empfängern. Dabei will das Unternehmen vor allem mehr Kontrolle über die Verschlüsselungstechnologie erreichen. Schon seit längerem ist dem Gros der US-Kabelbetreiber die Technologiekontrolle der Markt beherrschenden Hersteller Motorola und Scientific-Atlanta ein Dorn im Auge, weil sie die Entwicklung behindere und es den Betreibern erschwere, die Geräte anderer Hersteller zu kaufen, schreibt das Wall Street Journal.

Ein Joint Venture, das im Rahmen der Vereinbarung zwischen Comcast und Motorola gegründet wurde, soll sich mit der Entwicklung neuer Verschlüsselungstechnologien beschäftigen. An diesem Gemeinschaftsunternehmen sind die Vertragspartner zu gleichen Teilen beteiligt. Das andere Joint Venture, in das Comcast mit 51 Prozent einsteigt, soll die Technologien an andere Hersteller und Betreiber lizenzieren. Auch Motorola soll entsprechende Technologien lizenzieren dürfen.

Laut Comcast soll die Vereinbarung neue Entwicklungen in der Verschlüsselungstechnologie beschleunigen helfen und neue Features wie Video on Demand ermöglichen. Seit immer mehr Abonnenten digitale Kabelservices nutzen, eröffnet sich den Kabelbetreibern eine Reihe neuer Services wie interaktive Games und Programmführer.(pte)

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