eBay nach einem Jahr in Österreich besucherstärkste E-Commerce-Site

28. März 2005, 17:23
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Provision bei teuren Produkten sinkt – Neues Konzept startet 2005: Käufer suchen Kunden

Im Februar des vergangenen Jahres eröffnete der Online-Marktplatz eBay seine Niederlassung in Österreich, nach einem Jahr zieht nun die Online-Auktionsplattform Bilanz.

Besucherstärkste e-Commerce-Site

eBay.at ist mit 1.570.000 Besuchern pro Monat (Quelle: AIR, Fessel-Gfk) nach ORF.at die meistbesuchte Website Österreichs. Die e-Commerce-Site Amazon findet sich mit 1.039.000 Besuchern auf Platz neun dieses Rankings, der österreichische Konkurrent in Sachen Online-Auktionen onetwosold.at findet sich demnach mit 425.000 Besuchern auf Platz 26.

Anton von Rüden, Geschäftsführer von eBay Österreich, zeigt sich mit dieser Entwicklung zufrieden: "Unsere Pläne wurden bei weitem übertroffen und auch in 2005 haben wir noch viel vor." Es habe sich gezeigt, dass man lokal vor Ort sein müsse. Daher wurden in Österreich auch lokale Experten, die mit der österreichischen Kultur vertraut sind, miteinbezogen.

Was die österreichischen User kaufen

Derzeit arbeiten bei eBay Österreich zehn Mitarbeiter ausschließlich für den österreichischen Markt. Zu den bei eBay.at am meisten gehandelten Produktkategorien zählen Autos und Ersatzteile, Computer, Antiquitäten, Handys und Sportartikel. Alle 44 Sekunden wechselte im letzten Jahr ein Sammlerstück bei eBay.at den Besitzer, alle drei Minuten wurde ein Computer, PC-Zubehör oder eine Antiquität versteigert. Jede neunte Minute bekommt ein Mobiltelefon den Zuschlag und alle 90 Sekunden wurde im letzten Jahr ein Kleidungsstück via eBay.at verkauft.

Preise werden billiger

Für das kommende Jahr kündigt von Rüden eine Neuigkeit bei den Preisen an. Die Preise setzen sich bei eBay aus einer Angebotsgebühr und einer Verkaufsprovision zusammen. Diese Preisprovision, die bisher zwei bis fünf Prozent des Verkaufspreises ausmachte, wird nun bei teuren Produkten geändert. Ab 2000 Euro ist in Zukunft eine Provision von maximal 50,50 Euro zu berappen. Ausgenommen davon ist der Handel mit Autos.

Neues Konzept: Käufer sucht Kunden

Im kommenden Jahr möchte man bei eBay Österreich ein neues Format einführen. Bisher suchen ja potentielle Käufer nach gewünschten Produkten, „Want it now“ stellt dieses Konzept auf den Kopf. So werden Käufer die Möglichkeit haben, ihre Produktwünsche kund zu tun, die Verkäufer haben so wiederum die Möglichkeit, sich selbst Kunden zu suchen. „Want it now“ bescherte in den USA und in England bereits große Erfolge, so von Rüden. Im kommenden Jahr wird dieses neue Konzept auch in Österreich eingeführt.

Sicherheit

Immer wieder kommt eBay auch dank unterschiedlicher Betrugsfälle, bei denen Käufer trotz Bezahlung niemals ihre Produkt erhalten (der WebStandard berichtete), in die Schlagzeilen. Betrugsfälle kommen aber bei weniger als einem halben Prozent der Auktionen vor, über 1000 Mitarbeit kümmern sich weltweit bei eBay um die Sicherheit, beruhigt eBay Österreich Geschäftsführer von Rüden. Man setze aber vor allem mit dem eBay Sicherheitsportal auf verstärkte Aufklärung. Wer sich mit den eBay Sicherheitsrichtlinien auseinandersetzt "ist mach einer Stunde gut gerüstet, um bei eBay sicher zu handeln", so von Rüden.
Zusätzlich wird sich eBay im Jahr 2005 aktiv an der EU-Initiative "Safer Internet" beteiligen und die von Bundeskanzleramt, ISPA, ÖIAT und verschiedenen Ministerien geplanten österreichischen Maßnahmen unterstützen.
Im kommenden Jahr wird zudem in Deutschland eine Zusammenarbeit mit Microsoft beginnen, dabei wird vor allem die Problematik der so genannten Spoofing-Mails im Vordergrund stehen.

600 Österreicher leben vom Handel via eBay.at

Der Handel via eBay.at bietet für österreichische Unternehmen eine neue, weltweite Vertriebsmöglichkeit. EBay zu folge leben bereits über 600 österreichische Händler ganz oder teilweise vom Handel über den weltweiten Online-Marktplatz.

eBay lernen

Um den österreichischen Handel zu informieren, kooperiert eBay intensiv mit der Wirtschaftskammer Österreich und bietet gemeinsam mit dem WIFI Seminare für Unternehmer an. Informationsveranstaltung werden auch auf Volkshochschulen und bei der eBay University abgehalten.(kk)

  • Artikelbild
    bild: ebay
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