"Vergewaltigung und Mord sind nur die Spitze des Eisbergs"

8. März 2005, 21:06
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SJ-Oberösterreich fordert mehr Unterstützung für Institutionen für Frauen in Not

"Vergewaltigung und Mord sind nur die Spitze des Eisbergs". Unter diesem Motto veranstaltete die Sozialistische Jugend Oberösterreich (SJ) am Dienstag in Linz eine Aktion anlässlich des Internationalen Frauentages. AktivistInnen der SJ errichteten auf dem Taubenmarkt den "Eisberg" patriarchalischer Unterdrückungsmechanismen. Die Aktion war auch Teil der frauenpolitischen Kampagne der SJ unter dem Motto "Selbstbestimmt statt fremdbeHERRscht".

Kein sicherer Raum für Frauen

Für Michael Eibl, Landesvorsitzender der SJOÖ, gilt es, Gewalt und Unterdrückung von Frauen in allen Lebensbereichen sichtbar zu machen. "Für Frauen existiert kein sicherer Raum, fast kein Platz, an dem sie nicht befürchten müssen, Opfer von Gewalt zu werden. Gerade die Familie, wo immer von Schutz und Geborgenheit die Rede ist, birgt eines der größten Gefahrenpotenziale. In jeder dritten Beziehung gibt es körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt", so Eibl.

Zu wenig Geld für Einrichtungen

Carina Altreiter von der frauenpolitischen Kommission der SJOÖ fordert mehr finanzielle Mittel für Beratungseinrichtungen für Opfer von Gewalt: "Frauen, die Opfer von Gewalt werden, brauchen Hilfe, Beratung und Freiräume. Frauenhäuser fehlen in Teilen des Landes immer noch, die existierenden Frauenhäuser müssten besser finanziert werden. Dafür bedarf es mehr finanzieller Mittel, als sie zur Zeit zur Verfügung stehen." (red)

  • SJ AKtivistInnen vor dem "Eisberg" der patriarchalen Unterdrückung.
    foto: sj oberösterreich
    SJ AKtivistInnen vor dem "Eisberg" der patriarchalen Unterdrückung.
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