"Selbstbestimmt leben ohne Gewalt"

8. März 2005, 12:57
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SPÖ-Frauen informierten am Internationalen Frauentag zum Thema Anti-Stalking

Wien - Bei einer Aktion zum Internationalen Frauentag 2005 informierten Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer und Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer zum Thema Anti-Stalking. In der Schottentor-Passage wurde von SchauspielerInnen zunächst eine versteckte Theateraktion dargestellt, bei der eine Frau von einem Mann belästigt wird und ihn mehrmals bittet, sie in Ruhe zu lassen.

"Mit unserer Kampagne 'Selbstbestimmt leben ohne Gewalt' wollen wir Frauen in erster Linie Mut machen", meinte Barbara Prammer. "Frauen wollen selbstbestimmt leben und dafür ist finanzielle Unabhängigkeit eine wichtige Voraussetzung", so Prammer. Und Bundesfrauengeschäftsführerin Bettina Stadlbauer betonte: "Frauen haben ein Recht darauf, in Ruhe gelassen zu werden".

Die Polizei kann derzeit erst eingreifen, wenn eine Frau mit Gewalt bedroht oder körperlich attackiert wird. Die SPÖ-Frauen fordern daher ein Anti-Stalking Gesetz, um die Gesetzeslücke zu schließen: das heißt, die Möglichkeit des sofortigen Eingreifens der Polizei oder eine gerichtliche Verfügung. "Es wäre daher wichtig in dieser Frage einen Vier-Parteien Antrag zu erzielen", meinte Stadlbauer. Wie dieStandard.at berichtete, ist ein bereits ausgearbeiteter Antrag am Widerstand der ÖVP und FPÖ Frauen gescheitert. (red)

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