Haider kündigt Neugründung der FPÖ ohne "bestimmte Gruppen" an

Redaktion, 08. März 2005 18:30
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    Haider: Die alte FPÖ wird durch eine neu gegründete ersetzt und "bestimmte Gruppen" werden nicht mehr dabei sein.

Gründungsparteitag soll möglichst rasch stattfinden - "Alte FPÖ" wird "stillgelegt" - Fortbestand von Schwarz-Blau soll gesichert werden

Klagenfurt - Wenige Stunden nach der elfstündigen Klubklausur des FPÖ-Parteivorstandes in Klagenfurt hat der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider am Dienstag offiziell die Neugründung der FPÖ angekündigt. Dazu solle so rasch wie möglich ein konstituierender Parteitag einberufen werden. Die "alte FPÖ" werde "stillgelegt" und die in der künftig neuen Partei nicht erwünschten Funktionäre könnten dort verbleiben, sagte Haider vor Journalisten in Klagenfurt.

Wie Haider erläuterte, sei die Neugründung der Partei schon aus formalrechtlichen Gründen notwendig. Einerseits wolle man damit "bestimmte Gruppen hinter sich lassen", auf der anderen Seite auch formell die Verpflichtungen aus der bisherigen Partei, die Wahlkampfschulden, übernehmen.

"Auf dem Gründungsparteitag werden alle Karten neu gemischt", sagte Haider im Gespräch mit "Kurier", "Presse" und APA. Man werde all jene hinter sich lassen, die nicht mehr in die künftige Partei passen würden. Diese könnten dann in der "alten FPÖ" verbleiben, sagte Haider. Explizit erwähnte er den EU-Abg. Andreas Mölzer, für den "in der neuen FPÖ kein Platz mehr ist".

Fortbestand der Koalition sichern

Zum Procedere im Hinblick auf die Neugründung der FPÖ erläuterte Landeshauptmann Jörg Haider am Dienstag, dass das gesamte Regierungsteam und die Führungsspitze der Partei sowie die überwiegende Mehrheit des Freiheitlichen Parlamentsklubs in die neue Partei übertreten würden. Auch die Mehrheit der Landesgruppen werde dies unverzüglich geschlossen tun. Damit werde der Fortbestand der schwarz-blauen Koalition "sichergestellt sein".

An den Landesorganisationen sei es jetzt, sich im Vorfeld des Gründungsparteitages zu überlegen, ob sie in geschlossener Einigkeit der neuen Partei beitreten werden, sagte Haider. Die bisherigen Partei-internen Kritiker sowie Funktionäre, wie Andreas Mölzer, müssten zur Kenntnis nehmen, dass jetzt "ein klarer Trennungsstrich zwischen den positiven Kräften und jenen, die nicht die Kraft haben, etwas Positives für Österreich zu bewegen, gezogen wird".

Zu seiner Rolle in der künftigen FPÖ, erklärte Haider: "Ich bin ein gehorsamer Mitstreiter, aber nicht der Chef im Ring." Allerdings schloss er es nicht aus, künftig wichtigere Funktionen als jene eines einfachen Parteimitglieds zu übernehmen. In diesem Zusammenhang schloss er sogar eine Rückkehr an die Parteispitze nicht aus.

Der Name der künftigen FPÖ steht laut Haider noch nicht fest. Dieser könne etwa "FPÖ Neu" oder "Die neuen Freiheitlichen" sein. Der Kärntner Landesparteiobmann Martin Strutz erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass die Landesorganisation schon lange unter dem Namen "Die Freiheitlichen in Kärnten" als eigenständige Gruppierung fungieren.

Kein Kommentar von Parteichefin Haubner

Keinen Kommentar gab es am Dienstag von FP-Parteichefin Ursula Haubner zur Ankündigung des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, wonach bereits in den nächsten Wochen ein konstituierender Parteitag für eine neue Partei abgehalten werden soll. Ihr Sprecher Heimo Lepuschitz verwies auf Anfrage der APA lediglich auf eine für Mittwoch angekündigte Pressekonferenz.

"Klarer Schritt"

Haider sieht in der von ihm am Dienstag angekündigten Neugründung der FPÖ einen "klaren Schritt". Auf dem Gründungsparteitag würden "die neue Mannschaft und die inhaltlich-programmatischen Vorstellungen" präsentiert werden. Wenn jemand die dann "stillgelegte alte Partei" übernehmen wolle, sei dies aus seiner Sicht in Ordnung, stellte Haider in Klagenfurt fest.

Gleichermaßen würden laut Haider aber jene, welche die Neuorganisation der künftigen FPÖ übernehmen, sich aussuchen können, "mit wem sie zusammenarbeiten". Als "Einstandsgeschenk" würden die gesamte Regierungsmannschaft und der überwiegende Teil der freiheitlichen Parlamentsfraktion eingebracht werden. Der Gründungsparteitag, den Haider schon in wenigen Wochen abgehalten haben will, werde "der Anfang einer großen Veränderung" sein, sagte der Landeshauptmann.

Scheuch: Alternative zu Rot und Schwarz

Die sechsköpfige Reformgruppe der Freiheitlichen soll "den Weg für eine neue FPÖ vorbereiten". Das sagte Generalsekretär Uwe Scheuch am Dienstag in einer Aussendung. In Österreich bestehe "großer Bedarf" nach einem alternativen Angebot zu Rot und Schwarz: "Das war die Freiheitliche Partei seit 1986 und dies wird eine neue FPÖ ab sofort sein." Ziel sei, die "positiven" und "visionären" Kräfte für Österreich zu bündeln.

Auch Kabas in der Reformgruppe

Für die Neuorientierung der FPÖ ist in der Vorstandsklausur in Klagenfurt Dienstag Nacht eine sechsköpfige Reformgruppe eingesetzt worden. Dieser gehören Bundesparteichefin Ursula Haubner, Vizekanzler Hubert Gorbach, Klubobmann Herbert Scheibner, der Wiener Klubobmann Hilmar Kabas, der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider sowie Scheuch an. (APA)

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screen shot
09.03.2005 11:10
jö schau, der hilmar ist auch mit von der reformpartie:

also, HDP (Humpi-Dumpi-Partei) wäre ein einprägsamer und passender name.

jetzt fehlt nur mehr das comeback von reinhard "hoaöduliöh" gaugg

ceterum censeo
08.03.2005 21:16
Haider ist auf seinen eigenen . ....


NLP Stumpfsinn hereingefallen. Der Rest der Effen steht ratlos da!

Schüssel übt sich im permanenter dümmlicher Gelassenheit!

Wer sieht das nicht gern!

Simplicius Simplicissimus
08.03.2005 18:42
Alte überkommene Denkart,...

...kann sich nicht weiterentwickeln und verschwindet
eben einfach, das wird auch die ÖVP zu spüren bekommen, die ja die Angstmache von wegen Fremdenfeindlichkeit samt Ex-FPÖ-Wähler übernommen hat. Nicht wahr, Frau Prokop?

ein mensch
08.03.2005 18:31
Mit diesem vorhaben

gleichzeitig interne kritiker und die schulden der partei loswerden, naja, ob das gelingt, werden wir erst sehen ....

Balrok Gauron
08.03.2005 18:24
Neu Wählerschichten für die F.

Richtung rosa könnte ich mir vorstellen. Angeblich ist ja Haider auch so einer. Also liebe Freiheitlichen Zorros, macht euch frei und zeigt den Wählern euer Hinterteil.

Und ihr werdet die 5 % Hürde schaffen. *ggg*

joseph conrad
 
08.03.2005 18:21
einer flog übers kuckuksnest

Neues Österreich
08.03.2005 18:20
Die Menschen im Lande haben die Nase gestrichen voll

von dieser Partei und vor allem von all ihren Repräsentanten. Diese Partei ist ein Unruheherd der Österreich bereits viel Schaden beschert hat. Jahrzehntelang hat Haider am Klavier der Wiederbetätigung gespielt und hat dadurch die Unverbesserlichen aus den Löchern geholt. Der Ton den diese Leute in Österreich angeschlagen haben war mehr als widerlich und ist bis heute widerlich geblieben. Haider hat Redewendungen gebraucht, die in anderen Ländern längst zu einem Ausschluß aus allen demokratischen Einrichtungen geführt hätte.Wenn er sich heute davon distanziert oder davon nichts mehr wissen will ist es zu spät. Dieser Partei muß und wird endlich die Rechnung dafür präsentiert.

Andreas Steinschaden
08.03.2005 18:17
Mit diesem Schritt

kehrt Haider zu den Wurzeln seiner FPÖ-Führerschaft zurück.
Mein Tip für die nächsten Wahlen: 2-3%

barry mccoist
08.03.2005 18:00
HILMAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAR!!!!!!!!!!!!!!!!

aus Hump wird Neump

Horst Siegfried Reger
08.03.2005 17:49
Mir blutet zwar ob der unverdienten Rüge

für verdienstvolle Parteifreunde das Herz, doch ist dem Jörg Haider natürlich in seinem Streben nach Wandlung der Partei zu einer jungen, dynamischen und schnittigen Erneuerung mit Tatkraft Folge zu leisten. Die "FPÖ alt" ist eine Partei der Herbstzeit, eine in Ehren gewelkte Blüte, der wir immer mit melancholischer Inbrunst gedenken werden. Die "FPÖ neu" jedoch ist frisch wie der Frühling, sprießend und knospend, voll der jugendlichen Hoffnung und Tatkraft. Im Lenzesmond leuchtest du hell. O süßeste Wonne! Seligste Eostre! Göttin der Morgenröte und ewig grünender Erde.

Yaketi Yak
08.03.2005 17:44
A SUPA IDEE

Bitte diese neue Partei auch gleich mit Haider neu, Haubner neu und anderen Flaschen neu ganz supa-dupa-neu besetzen

bin echt neu-gierig (in Wirklichkeit is dös sowas von wurscht...I

nadia salomon
08.03.2005 17:38

wahnsinn! machen sie überhaupt ihren job? immerhin haben 3 minister und ein paar unterminister uns gegenüber eine gewisse verantwortung.
neuwahlen her!

Childerich von Bartenbruch
08.03.2005 17:57
entschuldigen sie bitte,

aber die staatssekretäre mainoni und dolinschek sind noch auf einschulung.

paramenes
08.03.2005 17:37

eine super möglichkeit die angehäuften schulden endgültig dem steuerzahler zu übertragen. danke

Saladin Chamcha
08.03.2005 17:35
Und wo bleibt der neue Name?

Mein Vorschlag: PFFF

Helmut Hromadnik
 
08.03.2005 17:33

was is in eina FP-neu neu ,
wonn wieder is da haida dabei ?

( siehe GOOGLE : haider zitate )

Leviathan1000
08.03.2005 17:30
Kasperltheater, Version X.Y

Da hamma' wieder gelacht - eine Neugründung. Was soll 'n der (blaue)Dreck ?!?!? Haider wird die "neugegründete" FPÖ ganz gleich zuscheissen wie er es jetzt getan hat. Was ändert sich ?!?!? NIX - Bullshit im Bärental...

Karl Joda
08.03.2005 17:18
"visionären" Kräfte für Österreich zu bündeln.

Gott schütze Österreich vor den "visionären Kräften" der F . Dieser Haufen hat in einer Regierung nichts zu suchen

Miss Undercover
08.03.2005 17:15
Wann hat dieses Kasperltheater endlich ein Ende? Tststs PSEUDONEUGRÜNDUNG ein -und derselben Partei!

Die heutige Zeit ist für derarte Kasperltheatereien in Politik viel zu ernst!

Haben wir nicht andere Probleme?

Wenn eine Partei nicht mehr gewollt wird, so ist dies zu akzeptieren, sofern wir in einer Demokratie leben!
Die FPÖ- Wahlergebnisse sagen alles aus.

Stop them,
MU

tschapperl
08.03.2005 17:30
Sie haben schon recht, nur:

die Zeit ist nicht zu ernst sondern ganz einfach zu schade um sich damit zu beschäftigen, Werteste. Weiterblättern und sich gerade heute wichtigeren und schöneren und weiblicheren Themen widmen steht an.

Mike B.
08.03.2005 16:59
Nach längeren Überlegungen

bin ich doch zu der Überzeugung gelangt, dass abgehört wurde - weil diese FPÖ-Neu schon ein Gesprächsthema waren und vom B.. protokolliert wurden, konnte der gute Onkel Jörg nur mehr diesen Weg gehen. Stelle sich jemand vor, die interne F-Taktik wäre anderweitig veröffentlicht worden. Strache & Co. hätten vielleicht nur aus der Zeitung von ihrer Entmachtung erfahren.

Johannes der Säufer
08.03.2005 16:56
mein gott,

ist mir die löwinger-bühne abgegangen!

Mike Freeman
08.03.2005 17:09
:)

F*** the ÖVP
08.03.2005 16:52
Das alte Schild mit der Aufschrift FPÖ wird abmontiert

Und ein neues Schild mit der Aufschrift FPÖ angebracht.

Der Inhalt bleibt ohnedies gleich.

Und wen genau soll das jetzt auch nur im Geringsten beeindrucken?

Und glaubt irgendwer im Ernst daran, dass die FPÖ wegen Mölzer und Gudenus 11 der 12 letzten Wahlgänge verloren hat?

Hrundi V Bakshi
08.03.2005 16:57
vielleicht gehts auch um die kohle?

ich habe den verdacht, dass haider mit der neugründung vor allem auch auch die schulden in form eines konkurses der altpartei "hinter sich lassen" will. nur das kann er jetzt natürlich so (noch) nicht sagen. es wird halt irgendwie propagandistisch so gedreht, dass der haider dann als bewundernswerter "pfiffikus" dasteht, ders den grosskopferten in wien (gläubiger-banken?) wieder einmal gezeigt hat. dass dabei (ich meine im falle eines konkurses der altpartei) in wirklichkeit das geld des "kleinen mannes" in den rauchfang gepulvert wird, ist dem durschnittlichen f-wähler mit sicherheit nicht klar.

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