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Strache und Stadler am Rande der Sitzung, die zu ihrem Ausschluss aus dem FPÖ-Parteivorstand führte
Im Folgenden die in scharfem Ton verfassten Aussendungen von Strache und Stadler im Wortlaut:
Richtigstellung: Präsident Mag. Ewald Stadler hat seine Funktion im Bundesparteivorstand FREIWILLIG zurückgelegt
Funktion als Präsident der Freiheitlichen Akademie davon unberührt.
Der Präsident der Freiheitlichen Akademie, Mag. Ewald Stadler, tritt der unrichtigen Darstellung entgegen, er - und weitere Mitglieder des Bundesparteivorstandes (BPV) - seien durch einen "Beschluss" zum Verzicht auf ihre Funktion im BPV gezwungen worden. Richtig sei vielmehr, daß er - wie auch der Wiener FP-Obmann Strache, der Obmann des Freiheitlichen Seniorenrings Wimleitner und der Bundesobmann des "Rings Freiheitlicher Jugend" (RFJ) Mag. Johann Gudenus - auf ihre jeweiligen Funktionen im BPV freiwillig verzichtet haben, nachdem Bundesparteiobfrau (BPO) Ursula Haubner mehrere Stunden lang ihren für heute geplanten Rücktritt angekündigt hatte und ihr Bruder, LH Dr. Jörg Haider, dauernd von einer Parteineugründung sprach, stellte Stadler richtig.
Er diene weder für Haider noch für Haubner als Vorwand und Ausrede, noch lasse er sich für die wahren Absichten Haiders den sprichwörtlichen "Schwarzen Peter" zuschieben, stellte Stadler weiter klar. Sein Bedarf an der Ausübung dieser Rolle für Haider nach "Knittelfeld" sei gedeckt.
Nunmehr erwarte er sich von der Bundesführung Wahlerfolge am laufenden Band, da im BPV ja nun alle Kritiker zurückgetreten seien, sodaß dort hinkünftig die für die BPO Haubner so wichtige Harmonie herrsche und die Voraussetzungen geschaffen seien, daß auch der von Vizekanzler Gorbach eingemahnte Spaßfaktor wieder einkehren könne.
Im übrigen wolle er, Stadler, mit seinen freiwilligen Rücktritt auch gewährleisten, dass die von Haider gestern verlangte "lässige, flotte und junge Partei" einschließlich Führungsmannschaft nicht dauernd befürchten müsse, in Sitzungen mit unangenehmen Wahrheiten und ignorierten Ursachen im Zusammenhang mit Wahlergebnissen konfrontiert zu werden.
Abschließend stelle Stadler klar, daß von seiner gestrigen Entscheidung weder seine Parteimitgliedschaft noch seine Funktion als Präsident der Freiheitlichen Akademie berührt seien. Letzteres beruhe auf einer schriftlichen Abmachung zwischen ihm und der Bundesparteiobfrau Haubner.
Strache hat Funktion des Obmann-Stellvertreters FREIWILLIG zurückgelegt
Jede andere Behauptung entspricht nicht der Faktenlage
Der Wiener FPÖ-Obmann HC Strache hat heute nacht die Funktion des FPÖ-Bundesparteiobmann-Stellvertreters freiwillig zurückgelegt, damit in der Außenwahrnehmung die politische Geschlossenheit der Bundespartei gewährleistet wird. Damit wird für die Wiener FPÖ auch die Eigenständigkeit eines "Wiener Weges" untermauert und weiter ausgebaut. Von einer "Absetzung" Straches u. ä. kann somit keine Rede sein. Diese Behauptung steht diametral zur Faktenlage. Strache wird im weiteren Verlauf des Tages dazu im Detail Stellung beziehen.
Strache will "Haider-Dream-Team" nicht im Weg stehen
Strache will sich nach seinem Rückzug von der Funktion als Bundesobmann-Stellvertreter ganz auf Wien konzentrieren. "Ich werde der Erfolgsstory der Bundespartei, dem Haider-Dream-Team nicht im Weg stehen", sagte er am Dienstag am Rande einer FPÖ-Veranstaltung zum Weltfrauentag in Wien. Er habe kein Interesse am Bundesparteivorsitz, sondern wolle nach Kärntner Vorbild einen "eigenständig prononcierten Weg bei der Wiener FPÖ gehen", was aber "keine Abspaltung" bedeute.
"Es kann nur eine" geben
"Es kann nur eine FPÖ geben, und darauf ist jede Kraftanstrengung zu richten. Alles andere wäre Selbstzerstörung", rechtfertigte Strache, von Journalisten bestürmt, unmittelbar nach seiner Rückkehr von der FPÖ-Vorstandsklausur aus Klagenfurt seine Entscheidung. "Wir haben schon einmal ein Knittelfeld 1 erlebt. Glauben Sie mir, ich bin nicht jemand, der ein Knittelfeld 2 haben will."
Eigenständiger Weg nach Vorbild Kärnten
Er selbst werde bei der FPÖ bleiben, aber wie die Kärntner FPÖ einen eigenständigen Weg gehen und - wie Jörg Haider - nötigenfalls auch Kritik an der Bundespartei üben: "Das heißt keine Abspaltung, sondern nicht mehr und nicht weniger, als den Weg zu gehen, den schon vor Jahren Kärnten beschritten hat."
Strache ist nach eigenen Angaben bei der Klausur in Klagenfurt mit seinen Vorschlägen nicht durchgedrungen. "Es gab eher eine Diskussion in Richtung Personal, statt den inhaltlichen Weg zu diskutieren." Seine Konsequenz daraus sei es, sich von der Funktion als Bundesparteiobmann-Stellvertreter zurückzuziehen. Dies sei freiwillig erfolgt, ebenso wie die Rückzüge mehrerer Personen aus dem Parteivorstand.
Kein Anspruch auf Chefposten mehr
Den Anspruch auf den Bundesparteivorsitz will er beim kommenden Parteitag nicht erheben: "Ich werde mich voll und ganz auf Wien konzentrieren und für keine andere Funktion zur Verfügung stehen." Von Obfrau Ursula Haubner sei ihm diese Funktion gestern auch nicht angeboten worden.
Mölzer zufrieden
Andreas Mölzer, FPÖ-Abgeordneter im EU-Parlament, hat sich in Bezug auf die Aberkennung seiner Mitgliedschaft im FPÖ-Vorstand - an dem er nicht teilnahm - recht zufrieden gezeigt. "Ich bin froh darüber, dass ich nicht mehr im Vorstand für diese verfehlte politische Linie verantwortlich bin", sagte Mölzer am Dienstag gegenüber der APA in Straßburg zur Entscheidung bei der FP-Stragieklausur in der Nacht auf Dienstag. Seine "kritische Analyse" der FPÖ in der Wochenzeitung "Zur Zeit" sei offenbar "nicht erwünscht" gewesen, meinte er. Dabei müsste "gerade in einer freiheitlichen Partei" Kritik geübt werden können.
Mölzer sieht seine publizistische Tätigkeit nicht als "parteischädigendes Verhalten", wie von Obfrau Ursula Haubner formuliert, sondern "im Dienste der Partei". Er sei das einzige Vorstandsmitglied gewesen, dessen Mitgliedschaft in Abwesenheit aberkannt worden war. "Eine Reihe von Freunden" habe hingegen die Mitgliedschaft im FP-Vorstand "freiwillig zurückgelegt". Es sei ein "Fehlmeldung" gewesen, dass diese Personen aus dem Vorstand ausgeschlossen worden seien.
Der EU-Abgeordnete forderte Konsequenzen aus dem Wahldebakel der FPÖ bei den niederösterreichischen Gemeinderatswahlen vom vergangenen Sonntag. Es müsste analysiert werden, "wofür das Land die FPÖ braucht". Er sieht die wichtigsten Themen der Partei etwa in der Sicherheitsfrage, der Identitätsfrage oder in einer kritische Haltung gegenüber der Europäischen Union. Die FP-Führung verweigere jedoch offenbar diese Analyse, meinte Mölzer. (red/APA)
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Ich hätte mir jetzt schon etwas mehr Begeisterung erwartet!
Also gut, dann bring ich jetzt noch ein paar Vorschläge, damit der Stein ins Rollen kommt:
EJÖZ (Ewig juvenaler österreichischer Zustand)
JOP (Jörgs own property)
UGDM (Uschi und Gorbi dürfen auch noch mitspielen)
Weujtn-B (Wirerfindenunsjedentagneu-Bewegung)
...
Mir fällt nichts Gescheides ein.
Jedenfalls aber möchte ich ausdrücklich betonen, daß ich in der vorletzten Zeile meines letzten Postings nicht "Jörg" angedeutet habe. Das wäre eine Verunglimpfung einer Republiksgliedmaße und als solche sehr verwerflich.
Ob das f-irgendwas Personenkonglomerat um Jörg, ...hatschi, jetzt eine Partei, eine Bewegung oder doch ein Zustand ist, entzieht sich schon seit geraumer Zeit meinem Vorstellungsvermögen.
Um den inner-jawaseigentlich-lichen Selbstzerfleischungsprozeß nicht ungebührlich zu stören, schlage ich vor, die formale Frage des neuen Namens dieser Wasauchimmer in diesem Forum zu erörtern und nach gemeinsamer Willensbildung zur Beschlußfassung den zuständigen Wieauchimmer-Gremien von Jörg, ...hatschi, vorzulegen.
Mein Vorschlag: JöldB (Jungösterreichische lustig-dynamische Bewegung). Für Spaß an nichtkärntner Stammtischen würde die Deutung "Jö! Leicht debil?" sorgen.
Herr Westenthaler, wenn Sie zufällig da sind... Bitte um Anregungen.
Freiwillig oder nicht. Aber leider, der große Schönheitsfehler: Die Zerschmissenen et al wurden lediglich ihrer Parteiehren (*lol*) verlustig und das gewiss eh auch nicht für immer und ewig.
Dagegen steht freilich die übersehene Wahrheit, dass die Herrschaften sonst gar nix verlieren können. Weil alle bestens versorgt sind. Von da her kann v. a. der Vorarlberger Blaune ("s war nötig, einmal Tacheles zu reden"!!!) sehr zufrieden sein: So gut wie u. a. alle F&E-Schlüsselpositionen sind erfolgreich eingefärbt, den Rest besetzt das Intellektuellen-Team um die Volksschullehrerin der Nation.
Also doch kein Champagner. Weil wieder nur Lulu.
"Präsident" ist das auch noch.
Er ist wirklich unterhaltsam, das PräsidentIn Stadler.
Der Artikel ist einfach unterhaltsam.
Übrigens - auch der Ausdruck "Seniorenring" hat Einiges für sich.
Die F ist halt eine richtige "Spaßfraktion".
Zum dergorbachen - man kann sich nur mehr abhaidern.
Schade, dass S[ank]tRache aus Wien nicht mehr... (aber freiwillig!).
Ein bisserl bildungsresistent sind sie schon, die F-Innen.
Nur weiter so!
Wolfi hats geschafft die FPOe zu vernichten, dafuer macht jetzt eine V-Innenministerin F-Politik im Schafspelz.
Die Erfolge der FPOeVP sind vielfaeltig:
- die Unis haben trotz Studiengebuehren noch weniger Geld als frueher
- Abgabenquote so hoch wie noch nie zuvor (KHG versagt bei seinem Diss-Thema), dennoch weiterhin ein Defizit ueber den Konjunkturzyklus
- Frauen werden durch das Kindergeld "erfolgreich" vom Arbeiten abgehalten und so in die Abhaengigkeit getrieben
- Unfallrentenbesteuerung (ohne Worte)
- Pensionsreform (ebenfalls ohne Worte)
- Absturz bei PISA, dennoch wehrt sich die OeVP aus ideologischen Gruenden gegen Massnahmen
- to be continued!
Selbst schuld wenn die Mehrheit weiterhin FPOe oder OeVP waehlt!!!
als erstes würde ich nach gewonnener neuwahl die gesamte ORF-Führung samt großteil der Mitarbeiter, die seit 2000 aufgestiegen oder neu eingetreten sind, rausschmeissen.
denn es ist doch sehr seltsam, daß eine pimpferlpartie wie die f so die medien, besonders den orf, dominieren kann.
und daß, obwohl sie im absturz ist.
das ist doch ein eindeutiges zeichen, daß die umfärbung des orf seit bestehen der schwarz-blauen koalition voll gelungen ist.
aber vielleicht hatte m. mcluhan doch nicht recht, als er meinte: bad news are also good news
hoffentlich!
nachsatz:
es ist zwar traurig, daß dann so gehandelt werden muß, aber leider ist das in parlamentarischen demokratien notwendig, die ministerien und medien des staates umzufärben.
Ich, Mag. Ewald Stadler, meines Zeichens Präsident der Repub...äh...der altfreiheitlichen Akademie betone hiermit, freiwillig und im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte erschossen worden zu sein. Kamerad Gudenus jr. und ich haben aus eigenem Entschluss die Löffel abgegeben, unseren Landwehrstammregimentsrucksack gepackt und sind weiterhin bereit, die Fahne hoch zu halten.
Von der neuen Schaspartei erwarte ich mir Wahlerfolge, dass es nur so scheppert, weil ja jetzt alle die Goschn halten und so tun als wärn's 18 Jahr alt und net durchschnittlich 53.
Abschließend stelle ich fest, dass ich auch mit 10 Hackln im Kreuz und 50 Schuss Munition im Hirn als Präsident immer noch supa drauf bin.
Gezeichnet (fia mei Lebn)
Mag. E. Stadler
Wann wird Jörg Haider endlich kapieren, daß seine Zeit als politischer Sonnenkönig in Österreich längst abgelaufen ist und daß die Parteibasis, außer einigen unbelehrbaren Leibeigenen, sich immer mehr von ihm distanziert. Wo politische Inhalte komplett fehlen und es nach Wahlmißerfolgen nur zu einem sinnlosen Köpferollen kommt (da die falschen Personen), schaut nicht mehr heraus, als daß noch mehr FPÖ-ler ihr Parteibuch abgeben bzw. die Wähler in Scharen zu anderen Parteien laufen.
Der Niedergang der FPÖ ist zu mindestens 90 % Haiders eigene Schuld, warum also eine neue Partei gründen?? Ein neuer Parteinamen bringt nicht viel, wenn an politischer Änderung nichts herausschaut. Für wie dumm hält Jörg Haider eigentlich die Wähler???
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