Die Sache mit dem "Männercola"

9. März 2005, 13:59
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"Premium Cola" - Koffein wie ein Hammerschlag. In vier Wiener Clubs.

Cola ist nichts für Kinder. Und dem, der sich da an die Stirn tippt, reicht Denise Parizek eine aufdringlich nicht designte Flasche: Pardauz!- da ist es wieder, das 70er-Jahre-Cola-Feeling: Kohlensäure, die Tränen in die Augen treibt. Koffein wie ein Hammerschlag. Nicht ohne Grund hat "Premium Cola" in Deutschland den idiotischen Beinamen "Männercola". Gegen den Gusto der Hersteller. Schließlich stellen die nicht nur den Anspruch, mit dem Re-Mix des historischen "Afri-Cola" ein Getränk wider den Light-(Zeit-)Geist zu verkaufen: Nur vom Hamburger Herstellerkollektiv überprüfte "korrekte" Bars dürfen das Retro-Gebräu führen - "Kult!" japsen deutsche Trendgazetten.

"Premium" gibt es auch hier zu Lande. Seit einem Jahr im Grazer "Veilchen". Seit zwei Wochen importieren die Wiener Kunst-Managerin Parizek und Burgschauspieler Stefan Wieland den Drink in vier Wiener Clubs (phil, Wirr, Espresso, pogmahon/Bäckerei Notz) - Kindern soll dort kein Cola ausgeschenkt werden. (DER STANDARD – Printausgabe, 08.03.2005)

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    foto: rottenberg
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