Auf den Spuren einer Pionierin

5. März 2005, 11:46
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Wider die Konvention: Jane Goodalls Bildungs- und Karriereweg und ihre bahnbrechenden Erkenntnisse

Am

3. April 1934

wurde Jane Goodall als ältere von zwei Töchtern einer Schriftstellerin und eines Ingenieur in London geboren. Nach ihrem Schulabschluss arbeitete sie zunächst als Sekretärin an der Universität in Oxford und in London als Redaktionsassistentin für ein Dokumentarfilm-Studio.

1957 schiffte sie sich - auf Einladung einer Freundin - nach Mombasa ein und schloss dem Besuch ein Vorstellungsgespräch beim

Paläontologen Louis Leakey

an, der sie trotz mangelnder wissenschaftlicher Qualifikation (Goodall holte Studium und Promotion erst nach ihren Feldforschungen nach) zu seiner Assistentin machte und ihr später anbot, das Verhalten einer Schimpansenkolonie in einer Langzeitstudie zu erfassen.

Goodall versteckte sich nicht vor den Tieren, sondern praktizierte die damals noch unbekannte Methode der

"teilnehmenden Beobachtung"

und gelangte somit zu bahnbrechenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Etwa jene, dass es in diesen Kolonien soziale Verhaltensweisen gibt und dass Schimpansen Fleischfresser, zudem Werkzeugmacher und -benutzer sind. (haa, DER STANDARD, Print, 5./6.3.2005)

  • Jane Goodall
    foto: standard/christian fischer
    Jane Goodall
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