Zahlungsbereitschaft für Online-Archive laut Umfrage noch gering

13. März 2005, 16:02
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Nutzer des "Arbeiterzeitung"-Archivs schätzen redaktionelle Einbettung der Dokumente - Schmerzgrenze 50 Cent

Zeitungsarchive im Internet stoßen bei den Usern auf Nachfrage, die Bereitschaft, für die Nutzung auch zu zahlen ist aber - noch - nicht sehr ausgeprägt. Zu diesem Schluss kommt eine Umfrage unter den Usern der Site "www.arbeiter-zeitung.at", wo sämtliche Ausgaben der "Arbeiterzeitung" (AZ) von 1945 bis 1989 online verfügbar sind. Für Andy Kaltenbrunner, dessen Medienberatungs-Unternehmen gemeinsam mit Universität Klagenfurt derzeit eine Studie über die AZ-Archiventwicklung und Webnutzung erstellt, ist aber das "summierte Potenzial dennoch hoch".

Umfrage

Befragt wurden im November und Dezember 2004 323 Nutzer des AZ-Archivs mittels Online-Fragebogen. Kaltenbrunner streicht gegenüber der APA hervor, dass es sich dabei nicht um zufällig ausgewählte User handelte, sondern "ausgewählte, persönlich registrierte Nutzer", die Fragestellungen wie Internet-Archive und Zahlungsbereitschaft "auf Grund eigener Erfahrung einschätzen können". Das AZ-Archiv steht kostenfrei zur Verfügung.

Bedeutend

45 Prozent der Befragten schätzen demnach die generelle Bedeutung von Zeitungsarchiven im Internet als "sehr wichtig" ein, 30 Prozent als "wichtig" ein. Redaktioneller Kontext, etwa zeitgeschichtliche Hintergrundinformationen, werden als eindeutiges Plus gewertet.

Ablehnung

64 Prozent erklärten aber, sie "würden kein kostenpflichtiges Archiv im Internet nutzen". Für die Mehrheit der Zahlungswilligen liegt die finanzielle Schmerzgrenze bei 50 Cent pro abgefragtem Dokument. Besucher von Online-Zeitungsarchiven sind besonders intensive Internet-Nutzer, so ein weiteres Ergebnis der Umfrage: 87 Prozent der Befragten sind eigenen Angabe zufolge täglich im WWW unterwegs. (APA)

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