Bund will weitere 2500 Planstellen abbauen

14. März 2005, 15:30
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Stellenplan 2006 sieht 131.067 Posten vor - Überdurchschnittliche Rückgänge bei Justiz, Sicherheitswesen und Landesverteidigung

Wien - Der Bund will von 2005 auf 2006 weitere 2.540 Posten abbauen. Das geht aus dem am Mittwoch vom Finanzministerium mit dem Budget vorgelegten Stellenplan 2006 hervor.

Ziel ist, die Zahl der Stellen von 133.607 auf 131.067 zu reduzieren, das entspricht einem Minus von 1,9 Prozent. Überdurchschnittlich hoch fallen die Rückgänge bei Justiz, Sicherheitswesen und Landesverteidigung aus. Die Kosten für die aktiven Beamten und Vertragsbediensteten sollen von 7,548 Mrd. Euro auf 7,555 Mrd. Euro geringfügig steigen.

Justiz mit größtem Minus

Mit 3,38 Prozent ist das Minus bei der Justiz am größten. Ressortchefin Karin Miklautsch (F) kann nach den derzeitigen Planungen auf 10.592 Stellen zurückgreifen, heuer sind es 10.962. Im Verwaltungszweig "Sicherheitswesen", bei Innenministerin Liese Prokop (V), beträgt das Minus 2,93 Prozent oder 911 Posten.

In absoluten Zahlen ist ein Rückgang von 31.051 auf 30.140 vorgesehen. Der dritte Sicherheitsminister, Günther Platter (V), muss bei der Landesverteidigung auf 685 Stellen verzichten und bekommt 22.056 Posten (2005: 22.741).

Personalausgaben steigen auf über zehn Milliarden Euro

Die Personalausgaben insgesamt steigen um 82 Millionen Euro auf 10,764 Mrd. Euro. Verantwortlich für dieses Plus sind in erster Linie die Pensionisten. Während der Aktivitätsaufwand um 0,1 Prozent steigen soll, ist beim Pensionsaufwand ein Plus von 2,39 Prozent vorgesehen.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sollen die Personalausgaben sinken, und zwar von 4,37 auf 4,23 Prozent. (APA)

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