Lampshade: Wo die Bäume fliegen

4. März 2005, 13:21
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Die dänisch-schwedische Band gastiert am Donnerstag erstmals in Österreich, im Wiener Chelsea

Die schwedisch-dänische Combo Lampshade um die energetische Sängerin Rebekkamaria verbindet auf sehr freie Art epische Gitarrenbreitseiten von britischen "Shoegazer"-Bands wie Slowdive oder My Bloody Valentine aus den frühen 90er-Jahren mit extrovertierter Vokalarbeit einer milde gestimmten jungen Björk.

Zarte, keyboardlastige, sich langsam aufbauende Balladen im Zeichen von grübelnder Introspektion werden während bis zu zehnminütiger Songdauer dramatisch hin zu brachial mahlenden, extrovertierten Ausbrüchen geführt, in denen eine brutal verzerrte Gitarre die Führungsrolle übernimmt. Auch der oft für die Melodien zuständige Bass wird dabei durch diverse Effektgeräte gejagt. Während Rebekkamaria ein Xylofon oder die Tasteninstrumente bearbeitet, bricht dann gewöhnlich ein mittlerer Sturm los.

Das Debütalbum "Because Trees Can Fly" auf dem deutschen Label Glitterhouse (Vertrieb: Hoanzl) verspricht jedenfalls einiges. Bei ihrem ersten Konzert in Österreich werden Lampshade vom von den Faröer-Inseln kommenden Songwriter Teitur "Poetry & Aeroplanes unterstützt. Der schreibt netten, unauffälligen Folkpop. (schach/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2. 3. 2005)

Do., 3. 3., 21.00 Uhr, Chelsea, 1080 Wien, Lerchenfelder Gürtel, U-Bahn-Bögen 29-31, (01) 407 93 09
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    foto: hoanzl
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