"Edel & Starck": Mannmann & Fraufrau

5. April 2005, 20:58
7 Postings

Irgendwie liebt Felix Sandra. Und irgendwie Sandra Felix. Und weil das irgendwie fad ist, rankt sich um das werdende Paar ...

Irgendwie liebt Felix Sandra. Und irgendwie Sandra Felix. Und weil das irgendwie fad ist, rankt sich um das werdende Paar eine Anwaltsserie, und die Leutchen sind nicht nur einander Neckende, sondern auch Sozius und Sozia einer Kanzlei.

Das findet auf jenem Privatsender statt, der uns schon den "Filmfilm" beschert hat – so treten auch die Eigenschaften zeitgenössischer Großstadtsingles bei Herrn und Frau Dr. zur Potenz in Erscheinung. Das hat "Edel & Starck" den Ruf eingetragen, die postmoderne TV-Screwball-Comedy zu sein und den Geschlechterkampf intelligent, charmant zu inszenieren. Gestern wurde kaum gekämpft. Nicht mal vor Gericht. Vielmehr wurde auf der Geschlechterklampfe das alte Liedchen gedudelt, wie immer in der gen USA schielenden Serie kräftig Motown-unterstützt. Die juristischen Streitfälle wären zwar originell, quasi McBealisch gewesen, waren aber nicht einmal Beiwerk.

Es blieb beim Schwerpunkt "Ein-Neuer-auf-der-Bildfläche". Den sich Sandra einverleibt hat – und sich auch fast verliebt hätte. Wenn da nicht während des postkoitalen Dates in ihrem (geistig-seelischen) Inneren lauter Felix-Szenen aus alten Folgen angeschwummert wären. Will heißen: Zu Halbzeit der letzten Staffel alle Schleusen auf "Happy & End". Da war Ally ja grad radikal. (pen/DER STANDARD, Printausgabe, 2.3.2005)

  • Artikelbild
    foto: sat.1.de
Share if you care.