... ist ein Work in Progress - Woche für Woche frische Exemplare aus der endlosen Flut der Wörter und Phrasen

Redaktion, 9. März 2005, 11:26
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    grafik: derstandard.at
Mission Statement: Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.

Ziel des Unternehmens: Aus der endlosen Flut der Wörter und Phrasen, die in den politischen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und Alltagsdiskursen auf uns einplätschert, Woche für Woche ein paar frische Exemplare herauszuklauben, sie von allen Seiten zu besehen, zu studieren, zu analysieren, zu kommentieren und zu dokumentieren, auf dass aus dem sprachlichen Stückwerk vielleicht sogar einmal zusammenhängende Konturen entstehen. Die Tendenz ist eher beschreibend als normativ, mehr spielerisch als sprachpflegerisch, aber nicht unkritisch und stets von ein- und derselben Zielvorstellung geleitet: Mal sehen, wo wir da hinkommen.

Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an
christoph.winder@
derStandard.at
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Kompliment, Herr Winder!

Eine vortreffliche Serie....
urweiter so, schütten Sie Ihre Schmutzkübel über unserer schönen Sprache aus. es geht nicht um die Worte, sondern um den Inhalt ;-)))))

Worte gegen/für Verpackung

Ein ur-depperter Inhalt klingt aber urig verpackt so richtig urig! Das war die gute Nachricht. Die schlechte: von wegen Traun-Mur-Linie, bei uns in Schwaben ist das ur auch schon angekommen! Vielleicht aus Linz über Passau?

Urige Grüsse aus Mercedesland

Auch Standard-Redakteure haben ihr Lieblingswort

"indes" kommt täglich mehrfach im Standard vor, vorzugsweise auf der Titelseite. Kein besonders schönes Wort.

jede zeitung

hat ihr lieblingswort. die "presse" zb. liebt "veritabel"

was genau ist an

indes nicht schön?

was genau ist an

"Mission Statement" und "Work in Progress"

Es ist zu hoffen, dass sich Herr Winder gleich an der eigenen Nase nimmt und sich auch der endlosen Flut der unnötigen Anglizismen widmet, die permanent "auf uns einplätschert".

angst vor englisch?

angst vor deutsch?

ja !

sì !

Visaaffäre,

das Monat, "Gordon" bleu mit Kartoffel oder meinetwegen Erdäpfel (ohne n), geil, die "klirrende Kälte" der ORF-Wetterhexe Christa Kummer zur "Prime Time", etc., etc.

Es gibt viel zu tun!

als

die falsche verwendung des kleinen wörtchens sollte hier unbedingt dokumentiert werden.

es gibt doch kaum etwas erhebenderes, als wenn sportreporter, politiker, gelackte business-men oder ähnlich sympathische zeitgenossen meinen, besonders clever, smart und vürnehm zu sein, wenn sie etwas sagen wie:

"so schnell, als möglich"

nur weil es in völlig anderem zusammenhang angebracht sein mag, das umgangssprachlich verwendete "wie" durch ein "als" zu ersetzen (wobei diese abwertung gesprochener sprache auch diskussionswürdig ist...), wird hier regelmässig der beweis völligen sprachlichen unvermögens erbracht.

sprache ist in bewegung .. was gestern noch falsch .. ist heute allgemeingut

sprache ist nur sehr temporär richtig ...

sonst könnten wir .. rein beispielhalber ... heute althochdeutsch .. oder gar kirchenslawisch reden ...
"weils richtig is"

Sudern

Nur Verhinderer, Vernaderer und ewige Neinsager können sich gegen die Aufnahme dieses hochanständigen Begriffs steirischen Ursprungs in "Winders Wörterbuch zur Gegenwart" sperren!

sudern gibts wohl überall .. eventuell in tirol und gsibergien nicht

aber sonst begegnet es einem an jeder ecke

lediglich der sudarant .. erscheint mir ein bisserl arg wienerisch

sudern

in Salzburg: motzen, (herum-)mosern

"sudern" ist steirischen ursprungs?

als in oberösterreich geborene, in niederösterreich aufgewachsene und seit ewigkeiten in wien lebende, die nie und nimmer nicht kontakt zu steirer(inne)n hatte, kann ich nicht glauben, dass ein zu meinem ständigen wortschatz gehörendes wort dort herstammen soll.

Das war doch nur eine Anspielung

auf Lowpatka, der "Sudern" zum politischen Kampfbegriff umfunktioniert hat (Lowpatka stammt bekanntlich aus der St. Eiermark).

;-)

evaluierung

dieses wort darf in einem neuen wörterbuch auf keinen fall fehlen, denn sonst würde eine evaluierung des neuen wörterbuches zu einem nicht zielführenden ergebnis führen und handlungsbedarf wäre gegeben, um die zuständigen stellen in angemenssener weise in die lage zu versetzen, ressourcen dahingehend zu überprüfen, dass.....blablabla

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