Zafi-D als erfolgreichster Schädling im Februar

26. März 2005, 10:45
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Sober-K tarnt sich als Sex-Video von Paris Hilton - Sophos zählte insgesamt mehr als 100.000 Schädlinge

Der Computersicherheits-Spezialist Sophos hat eine monatliche Top-Ten-Liste der Viren zusammengestellt, die Unternehmen rund um den Globus im Februar am meisten Probleme bereitet haben.

Zum dritten Mal an der Spitze

Die Rangliste, die auf Ergebnissen der weltweiten Beobachtungsstationen von Sophos basiert, zeigt, dass sich Zafi-D zum dritten Mal an der Spitze der Top-Ten behauptet. In diesem Monat tummeln sich überwiegend altbekannte Viren in der Hitparade. Nur zwei Viren schafften den Neueinstieg: Bagle-BK und Sober-K. Bereits Mitte Februar analysierte Sophos den 100.000. Virus und stellte entsprechende Schutzmaßnahmen bereit. Die zweifelhafte Ehre gebührt einer Variante des Rbot-Wurms.

  • 1. W32/Zafi-D 30,8 Prozent
  • 2. W32/Netsky-P 22,3 Prozent
  • 3. W32/Zafi-B 9,7 Prozent
  • 4. W32/Bagle-BK 5,2 Prozent Neueinstieg
  • 5. W32/Netsky-D 4,2 Prozent
  • 6. W32/Netsky-Z 3,8 Prozent
  • 7. W32/Sober-K 3,4 Prozent Neueinstieg
  • 8. W32/Sobig-F 2,5 Prozent Wiedereinstieg
  • 9. W32/Netsky-B 2,4 Prozent
  • 10. W32/MyDoom-O 1,5 Prozent

    Andere: 14,2 Prozent

    Aktueller Virenschutz

    "Zafi-D wird solange Platz eins fest im Griff haben, bis endlich mehr Privatanwender einen aktuellen Virenschutz installieren und regelmäßig aktualisieren. Dieser Wurm aus Ungarn ist für jeden dritten Virus, der sich im Umlauf befindet, verantwortlich", sagt Christoph Hardy, Security Consultant bei Sophos. "Obwohl Sober-K erst Ende Februar aufgetreten ist, hat das Schadprogramm einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen und ist ein heißer Kandidat für die Top-Ten im März. Der Wurm tarnt sich zum Beispiel mit angeblichen Sex-Videos des Partyluders Paris Hilton oder nutzt eine gefälschte FBI-Email-Adresse. Der zweite Neueinstieg Bagle-BK ist der neueste Spross aus der Bagle-Familie, der für Furore sorgt und viele Anwender dazu verleitet, den Dateianhang zu öffnen. Ein geändertes Anwenderverhalten, gute Antiviren-Software und eine vernünftige E-Mail-Richtlinie geben Würmern wie diesem keine Chance."

    1.295 neue Viren

    Sophos erkannte in diesem Monat 1.295 neue Viren. Damit klettert die Gesamtzahl der Viren, die Sophos bis jetzt aufgespürt und gegen die das Unternehmen Schutzsoftware entwickelt hat, auf 100.898. Die Analysen zeigen, dass über 3,54 Prozent oder jede 28. E-Mail im Februar mit einem Virus verseucht war. Sophos empfiehlt Unternehmen, eine Richtlinie an ihren E-Mail-Gateways anzuwenden, die ungewollte, ausführbare Dateien blockt und verhindert, dass diese innerhalb des Unternehmens verschickt werden können. Genauso wichtig sind eine aktuelle Antiviren-Software, eine Firewall und eine regelmäßige Installation der neuesten Sicherheitsupdates.

    Die Hoax Top Ten für Februar 2005 ergibt folgendes Bild:

  • 1. Hotmail hoax 36,8 Prozent
  • 2. Bonsai kitten 10,6 Prozent
  • 3. Meninas da Playboy 7,3 Prozent
  • 4. A virtual card for you 7,2 Prozent
  • 5. Letter from tsunami victim 2,8 Prozent
  • 5. Unidentified tsunami boy 2,8 Prozent
  • 7. Budweiser frogs screensaver 2,5 Prozent
  • 8. Applebees Gift Certificate 2,3 Prozent
  • 9. Yahoo instant message 2,2 Prozent
  • 10. Jamie Bulger 1,5 Prozent Wiedereinstieg
  • Andere: 24,0 Prozent

    Hotmail-Hoax

    ‘Der Hotmail-Hoax dominiert weiterhin und ist in diesem Monat für beinahe 37 Prozent aller Hoaxes verantwortlich. Die Scherzbotschaften, die sich auf die Tsunami-Katastrophe beziehen, haben in diesem Monat an Boden gewonnen und erreichen zusammen sechs Prozent’, sagt Christoph Hardy. ‘Der Wiedereinstieg Jamie Bulger zeigt, dass Verbrechen eine gewisse Faszination auf Menschen ausüben, egal wie alt die Vorfälle bereits sind. Der beste Rat bleibt weiterhin, diese E-Mails nicht weiterzuleiten, nicht zu beantworten, sondern einfach zu löschen.’(red)

  • Link

    Sophos

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