Choreografie von morgen bei "imagetanzperspektive"

28. Februar 2005, 19:48
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Punktuelle Performance: Pixel-Männchen kommunizieren tänzerisch mit "menschlichen" Darbietungen

"Die Zukunft ruft" ist das Motto des diesjährigen Tanzfestivals in dietheater Künstlerhaus und Konzerthaus. Bei imagetanzperspektive, kuratiert von Bettina Kogler, geht es um den Nachwuchs in Choreografie, Tanz und Performance. Das Festival startet am 4. März mit "Homemade" von Veronika Zott und Tomate (alias Marcos Rondon), einer Kreuzung von analoger und digitaler Performance, in der Pixelfiguren mit Livedarstellung kommunizieren, zwei- und dreidimensionale Räume aneinander geraten und computeranimierte Wesen zu tanzen beginnen. David Subal, der im Vorjahr mit Michikazu Matsune in der Künstlerhauspassage die großartige Performance "untitled" gezeigt hat, rührt diesmal die Sprache auf. In "Whipped Cream" wird an einer Geschichte gestrickt, in der Trash, Drums und selbstbezogene Körper die tragende Rolle spielen.

Annette Pfefferkorn wiederum gibt an, sie sei "In the mood". Gemeinsam mit der Tänzerin Katrin Roschangar bindet sie kulturelle Typen aus antiker Kunst und modernem Film zu einer Abhandlung über die Beziehungen zwischen Form und Emotion. Der junge Belgier Etienne Guilloteau fordert: "Love me two times". Die spritzige Gruppe Two Fish aus Berlin findet die Vorstellung von einem gemeinsamen Paradies für alle echt "Irre". In der an dem Roman gleichen Titels von Rainald Goetz orientierten Stück geht es um Regeln, Wildwuchs und Werte. Mit "Drängen" stellt Ingrid Reisetbauer eine Arbeit vor, in der sie Film-und Bewegungsmaterial miteinander konfrontiert. Expressivität und Authentizität, Unmittelbarkeit und Künstlichkeit definieren die Spannungsfelder für diese Choreografie. (ploe/DER STANDARD, Printausgabe, 01.03.2005)

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dietheater
4.-19. 3.
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    foto: imagetanz
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