Haider rechnet mit Bieter-Kooperationen

28. Februar 2005, 17:50
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Landeshauptmann "heute mehr denn je" von rechtzeitiger Fertigstellung überzeugt

Klagenfurt - Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (F) rechnet damit, dass es nach der Entscheidung der Kommission über die Vergabe des Klagenfurter EM-Stadions für die Euro 2008 zu Bieter-Kooperationen kommen wird. Er sei "heute mehr denn je" davon überzeugt, dass der Neubau rechtzeitig, also bis Mai 2007, fertig gestellt sein werde, sagte Haider am Montag.

Einstimmiges Votum erhofft

Er hoffe auf ein einstimmiges Votum der Vergabekommission, meinte Haider vor Journalisten in Klagenfurt. Danach wäre es wohl am vernünftigsten, wenn mehrere Bieter eine Arbeitsgemeinschaft bilden würden. Dies könne auch vom Bauherrn, der Stadt Klagenfurt, als Wunsch geäußert werden. Haider: "Eine solche Arge wäre konform mit dem Vergabegesetz und der beste Weg, das Klagsrisiko gegen Null zu reduzieren." Auf die Frage, ob es bereits entsprechende Gespräche zwischen einzelnen Bietern gebe, meinte der Landeshauptmann: "Die reden ja schon heftig miteinander, das ist ja bekannt."

Vorteil

Der Landeshauptmann wies auch auf einen weiteren Vorteil hin, den eine Kooperation von Bietern mit sich bringen würde: Die Stadt als Bauherr solle darauf achten, eine Variante zu wählen, bei der der FC Kärnten nicht "ausgesiedelt" werden müsse, da dies enorme Kosten verursachen würde. Es gebe die Möglichkeit, das neue Stadion in Modulbauweise zu errichten: "Da wird zuerst die eine Seite gemacht und dann die andere, und der FCK kann trotzdem im Stadion spielen." Zumindest ein Bieter hätte ein solches Konzept gewählt, dies könne "implementiert" werden.

Gegen personelle Änderung bei Vergabekommission

Abgelehnt wird von Haider die Forderung des Klagenfurter Bürgermeisters Harald Scheucher (V) nach einer personellen Veränderung der Vergabekommission. Scheucher hatte dies verlangt, nachdem das vom Land nominierte Kommissionsmitglied Franz Widrich sich geweigert hatte, eine von der Stadt vorgelegte eidesstattliche Erklärung zu unterschreiben. Diese Erklärung beinhaltet nicht nur die Feststellung, keine vertraulichen Unterlagen weitergegeben zu haben, sondern auch eine Schad- und Klagloserklärung gegenüber der Stadt, die gleichsam eine Haftung der Kommissionsmitglieder darstellt. Haider meinte, er sehe keinerlei Veranlassung, die Besetzung der Kommission zu verändern. (APA)

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