Vermisste Oberösterreicher gelangten unversehrt ins Tal

28. Februar 2005, 20:11
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Zwei Tourengeher waren im Nationalpark Kalkalpen vermisst - Pärchen grub sich ein Schneeloch

Linz - Der 41-jährige Krankenpfleger und seine 43-jährige Lebensgefährtin aus Molln (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich, die seit Samstagabend im Reichraminger Hintergebirge im Nationalpark Kalkalpen vermisst wurden, konnten sich unversehrt ins Tal retten. Die beiden kamen dort am späten Sonntagvormittag erschöpft und unterkühlt, aber sonst unversehrt an. Die Nacht verbrachten die Sportler in einem selbst gegrabenen Schneeloch, so Werner Klinser von der Bergrettung Molln.

Das Pärchen hatte am Samstag eine Skitour auf den so genannten "Größtenberg" unternommen. Bei der Abfahrt dürften sich die beiden in der einbrechenden Dunkelheit verirrt haben. Die Wintersportler verständigten gegen 19.00 Uhr mit ihrem Handy die Bergrettung. Sofort wurde eine Suchaktion gestartet, die jedoch um 3.00 Uhr erfolglos abgebrochen werden musste. Auch der Kontakt über Handy zu den beiden brach in der Nacht ab.

Unversehrt das Tal erreicht

Um 6.00 Uhr starteten Suchmannschaften mit insgesamt 40 Bergrettern erneut eine Suchaktion. Diese gestaltete sich auf Grund des dichten Schneefalls und des starken Windes jedoch äußerst schwierig. Bis Sonntagvormittag gab es keine Spur zu den Vermissten. Kurz vor Mittag kam dann aber die erlösende Nachricht: Das Pärchen hatte unversehrt das Tal erreicht.

Die Nacht hatten die beiden in einem Schneeloch verbracht, das sie sich selbst gegraben hatten. "Die einzig richtige Maßnahme", ist man sich bei der Bergrettung sicher, der 41-Jährige und seine Lebensgefährtin hätten sonst vermutlich nicht überlebt. Immerhin fiel in der Nacht über ein halber Meter Neuschnee, außerdem herrschte stürmischer Wind. (APA)

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