Über 50 Skins in Bludenz vorübergehend festgenommen

28. Februar 2005, 15:57
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Gendarmerie verhinderte Eskalation bei Antifaschismus-Demo

Bregenz - Nur durch massives Einschreiten der Exekutive konnte am gestrigen Samstagnachmittag und Abend in Bludenz eine angemeldete Antifaschismus-Demonstration der Sozialistischen Jugend Österreichs (SJ) ohne gewalttätige Zwischenfälle durchgeführt werden. Etwa 100 Gendarmen riegelten die Innenstadt ab und hielten rund 600 "linke" Demonstranten und rund 70 "rechte" Skinheads auseinander.

Beim Demonstrationszug mit Teilnehmern aus Vorarlberg, Wien und Linz wurden Transparente geschwenkt und Parolen skandiert - beispielsweise "Ob Ost, ob West - nieder mit der Nazipest". Auf ihrer Webseite hatte die SJ im Vorfeld zur Teilnahme an der Demonstration in Bludenz aufgerufen. Vorarlberg sei in den letzten Jahren zu einem "Tummelplatz der internationalen Naziszene" geworden. Den Abschluss bildete am Abend im Jugendzentrum "Villa Kunterbunt" ein Antifaschismus-Konzert, das ebenfalls von der Exekutive abgesichert wurde. "Normaler" Streifendienst stand erst wieder nach Mitternacht auf der Dienstplan der Gendarmerie.

Im Bericht der Sicherheitsdirektion nach den turbulenten Stunden in Bludenz hieß es am Sonntag lapidar: "Durch den Einsatz der Exekutive konnte ein Aufeinandertreffen der beiden Gruppierungen verhindert werden, wobei insgesamt 52 Anhänger der rechten Szene wegen Verdacht des Vergehens nach Paragraf 285 StGB (Verhinderung oder Störung einer Versammlung) festgenommen wurden. (APA)

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SJ

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