Kaum Widerstand bei US-Offensive im Westirak

28. Februar 2005, 20:20
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Rund 150 Festnahmen, zahlreiche Waffen beschlagnahmt

Haditha - Die US-Soldaten im Irak haben bei erneuter Suche nach Rebellen im Westen Iraks am Samstag kaum Erfolge erzielen können.

Mit Panzern und bewaffneten Fahrzeugen rückten Soldaten in der Nacht zum Samstag in die 240 Kilometer von Bagdad gelegene Stadt Haditha ein. Trotz kleinerer Gefechte stießen die Sicherheitskräfte auf wenig Widerstand von Aufständischen. "Tatsache ist, das nichts da war", sagte Oberstleutnant Greg Stevens.

Die Stadt galt als Versteck zahlreicher Rebellen. Geheimdienstinformationen legten sogar den Verdacht nahe, dass der jordanische Moslem-Extremist Abu Mussab Al-Zarqawi und seine Verbündeten sich dort aufhalten könnten. Zarqawi ist der Anführer des irakischen Teils der Extremisten-Gruppe Al-Kaida und gilt als Drahtzieher zahlreicher Anschläge.

Terroristensuche mit Lautsprecherwagen

In Haditha und anderen Städten in der Provinz Anbar fuhren amerikanische Soldaten mit Lautsprecherwagen durch die Straßen und boten 25 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) für Informationen an, die zur Ergreifung von al-Zarqawi führen.

Im Zuge des seit sechs Tagen verstärkten Kampfes des US-Militärs gegen die Aufständischen in der Provinz Anbar haben die Soldaten zahlreiche Waffen beschlagnahmt und 150 Aufständische festgenommen. Darunter soll sich nach Angaben der irakischen Regierung auch Abu Kutajbah, ein enger Verbündeter Sarkauis, befinden. Die Region Anbar, die sich westlich von Bagdad bis an die Grenzen zu Jordanien, Syrien und Saudi-Arabien erstreckt, ist das Rückzugsgebiet der Aufständischen. Eine Stabilisierung der Region gehört zu den wichtigsten Aufgaben der Soldaten im Kampf gegen die Rebellen. (red/APA/Reuters)

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