Pakistan: "Rückgrat" der Terrororganisation gebrochen

28. Februar 2005, 10:37
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Laut Regierungsangaben Zerschlagung von Al-Kaida-Infrastruktur

Peshawar - Pakistan hat nach Regierungsangaben in einem jahrelangen Kampf die Infrastruktur des Terrornetzwerks Al Kaida in seinen Grenzen zerschlagen. Hunderte von Verdächtigen seien verhaftet und das "Rückgrat" der Organisation gebrochen worden, sagte Innenminister Aftab Khan Sherpao am Samstag in Peshawar unweit der afghanischen Grenze vor Journalisten. "Der Rest von Al Kaida ist auf der Flucht. Sie sind zerstreut und nicht mehr in der Lage, Angriffe auch nur zu planen", sagte er.

Pakistan ist einer der wichtigsten Verbündeten der USA im Kampf gegen den Terrorismus. Sherpaos Äußerungen kamen zwei Tage nach der Mitteilung von Staatschef Pervez Musharraf, pakistanische Sicherheitskräfte hätten Zufluchtsstätten und Kommunikationssysteme mit Al Kaida verbundener militanter Gruppen im Grenzgebiet zu Afghanistan zerschlagen. Allerdings gebe es keine Hinweise auf den Verbleib von Terroristenführer Osama bin Laden.

Seit dem 11. September 2001 seien 700 Al-Kaida-Verdächtige verhaftet worden, hieß es. Darunter war das Führungsmitglied Khalid Scheich Mohammed, der im März 2003 in der Nähe von Islamabad festgenommen wurde. Bin Ladens ehemaliger Koordinator Abu Subaydah wurde im März 2002 in Faisalabad verhaftet. Ein weiterer mutmaßlicher Top-Terrorist, der von den USA wegen der Botschaftsanschläge in Afrika 1998 gesuchte Ahmed Khalfan Ghailani, wurde im Juli 2004 verhaftet. Die meisten Verdächtigen wurden den US-Behörden übergeben, hieß es. (APA/AP)

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