"Eintopf statt Fast Food"

27. Februar 2005, 16:20
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Familienministerin Schmidt regt Haushaltskurse für Familien an, die mit Geld nicht umgehen können

Hamburg - Die wachsende Armut in Deutschland hat nach den Worten von Familienministerin Renate Schmidt auch mit der Tatsache zu tun, dass viele Menschen nicht mit Geld umgehen können. In einem Beitrag für die "Bild am Sonntag" schrieb die SPD-Politikerin, angesichts des im internationalen Vergleich immer noch engen sozialen Netzes müsse in der Bundesrepublik Deutschland niemand hungern. Bedürftigkeit werde häufig davon ausgelöst, dass so manche Familie nicht in der Lage sei, ihren Haushalt ordentlich zu führen.

Als Beispiel verwies die Familienministerin auf Fast-Food-Restaurants, in denen Kinder und Jugendliche in Scharen für Hamburger und Pommes frites anstünden. So ein Mittagessen sei nicht nur weniger gesund, sondern auch erheblich teurer als ein Eintopf mit Saisongemüse. Diese Mahlzeit lasse sich sogar für mehrere Tage im Voraus kochen.

Schmidt forderte deshalb neben der Schuldnerberatung verstärkt auch Haushaltskurse für betroffene Familien: "Das hat doppelte Wirkung. Wenn Eltern mit ihrem Geld wirtschaften lernen, lernen die Kinder den Umgang mit Geld gleich mit", schrieb die Ministerin. (APA/AP)

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