Richter ermöglicht passive Sterbehilfe in Florida

28. Februar 2005, 17:32
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15 Jahre nach Beginn des Komas einer nun 41-jährigen Frau erteilt er Genehmigung für Ende der künstlichen Ernährung

Pinellas Park/USA - Im jahrelangen Streit um passive Sterbehilfe im US-Staat Florida hat ein Richter die Einstellung der künstlichen Ernährung für eine 41-jährige Frau erlaubt, die seit 15 Jahren im Koma liegt. Die Entscheidung von Bezirksrichter George Greer ermöglicht es dem Ehemann von Terri Schiavo, am 18. März die Magensonde der Patientin zu entfernen. In der Zwischenzeit können jedoch die Eltern von Terri Schiavo, die für die Fortdauer der lebenserhaltenden Maßnahmen eintreten, bei einem anderen Gericht eine einstweilige Verfügung dagegen erwirken.

Der Rechtsstreit zwischen den Eltern und ihrem Schwiegersohn Michael Schiavo um das Leben der Koma-Patientin dauert seit nahezu sieben Jahren an. Der Gouverneur von Florida, Jeb Bush, und der katholische Kardinal Renato Martino haben sich dabei auf die Seite der Eltern geschlagen. Richter Greer entschied jedoch am Freitag in der Ortschaft Pinellas Park, dass er keinen weiteren Aufschub zulassen könne und dass ein Ende des Streits herbeigeführt werden müsse. Terri Schiavo fiel ins Koma, nachdem ihr Herz aufgrund einer Stoffwechselstörung zu schlagen aufgehört hatte. (APA/AP)

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