Drei Zivilisten nach Beschuss durch US-Armee umgekommen

28. Februar 2005, 08:03
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Festnahme von Verdächtigen in Falluja

Bagdad - Drei irakische Zivilisten sind am Samstag im Süden von Bagdad ums Leben gekommen, nachdem ihr Wagen von einem US-Konvoi beschossen worden war. Der Fahrer verlor nach Angaben der Polizei auf der Straße zwischen den Provinzen Najaf und Kerbala die Kontrolle über das Auto, das sich daraufhin überschlug. Der Fahrer, seine Frau und seine Mutter starben. Zwei Söhne, die ebenfalls in dem Wagen saßen, wurden verletzt. Vor dem Beschuss durch die US-Armee hatte der Fahrer versucht, den Militärkonvoi zu überholen.

Am Freitag waren bei einem Anschlag im Südosten von Bagdad nach Angaben der US-Armee drei irakische Zivilisten getötet worden. Wie das Militär am Freitagabend mitteilte, starb zunächst ein Mensch durch die Explosion eines Sprengsatzes. Als irakische Polizisten und US-Soldaten am Ort der Explosion eintrafen, feuerte ein Angreifer in die Menschenmenge, die sich dort versammelt hatte und tötete zwei Iraker. Zwei weitere Zivilisten erlitten Schusswunden. Der Angreifer konnte fliehen.

In der Provinz Al-Anbar westlich von Bagdad wurde am Freitag ein US-Marineinfanterist bei einem Einsatz getötet, wie das US-Militär am Samstag mitteilte. Nähere Angaben zu den Todesumständen wurden nicht gemacht. Bei Einsätzen in der Gegend um Falluja nahm die US-Armee nach Augenzeugenberichten auf der Suche nach Aufständischen und Waffen insgesamt 25 Verdächtige fest, darunter einen sunnitischen Prediger. (APA/dpa)

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