"Hort der Orientierung" feiert sein zwanzigstes Jubiläum

6. März 2005, 17:29
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Die BeSt 2005 - die Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung - bezieht ab 3. März die Wiener Stadthalle und bietet ein umfangreiches Info-Angebot

"Das Geheimnis der BeSt liegt sicherlich in der Möglichkeit des direkten Kontakts mit Bildungsanbietern, denn im Beratungsgespräch tun sich ganz neue Dimensionen auf", meint Horst Hundegger. Gemeinsam mit einem Kollegen organisiert er die vom AMS und dem Bildungsministerium veranstaltete Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung.

"Ein Hort der Orientierung", schwärmt Hundegger: "Man hat ein breites Spektrum auf verhältnismäßig kleinem Raum - da würde man viele Stunden im Internet suchen, um diese Infos zu erhalten."

Etwa 80.000 Besucher, so hofft man, sollen sich von 3. bis 6. März in der Wiener Stadthalle einfinden, wo die BeSt seit einigen Jahren angesiedelt ist. Anfangs informierte man im Wiener Rathaus, später kümmerte man sich (bis zu dessen Umbau zum Museumsquartier) im Messepalast um die Ratsuchenden.

Unter den Besuchern seien laut regelmäßig durchgeführten Umfragen auch "zusehends Leute, die bereits vor Jahren hier waren, um sich über ihr Studium zu informieren, und die sich nun etwa Informationen zu postgradualen Ausbildungen holen", sagt Hundegger. "Oder sie kommen bereits mit ihren eigenen Kindern - es kehren jedenfalls viele hierher zurück."

Ob man "die gesuchten Informationen erhalten" habe, lautet eine Frage in der Statistik zur BeSt 2004, die von 83 Prozent der 480 Befragten positiv beantwortet wurde (siehe Grafik). Von den restlichen 17 Prozent hatte ein Drittel keine Angabe gemacht, insgesamt waren aber nur zwölf Prozent unzufrieden. Für drei Viertel "war das Informationsangebot ausreichend" (siehe Grafik). Nur knapp ein Fünftel war anderer Meinung, sechs Prozent enthielten sich bei der schriftlich durchgeführten Erhebung der Stimme oder waren schlicht und einfach unschlüssig.

Mehrheitlich weiblich

Die Hälfte der BeSt-Besucher sind gewöhnlicherweise Schüler, knapp über ein Fünftel stellen die Schulabgänger (Maturanten), gefolgt von elf Prozent "allgemein Weiterbildungsinteressierten" und fast eben so vielen (neun Prozent) Studenten. Immerhin sieben Prozent deklarierten sich als reine Begleitpersonen. Interessant ist auch, dass es sich bei den BeSt-Besuchern mehrheitlich - nämlich zu zwei Dritteln - um Frauen handelt.

Ein gutes Siebtel der Befragten hat sich im Vorhinein gemeinsam mit Lehrpersonen oder Bildungsberatern auf den Messebesuch vorbereitet.

Von den Angeboten der BeSt 2004 nutzte jeder Besucher im Durchschnitt drei. Dabei handelte es sich in erster Linie um Broschüren und andere Printmedien (von 86 Prozent genutzt); fast 70 Prozent führten persönliche Gespräche mit Ausstellern. Das Rahmenprogramm, das sich 2005 auf drei Vortragssäle und zwei Workshop-Räume aufteilt, sprach im letzten Jahr vor allem Studenten an.

Die BeSt, die bis 1998 offiziell "Studien- und Berufsinformationsmesse" hieß, öffne übrigens dieses Jahr "bereits zum zwanzigsten Mal" ihre Pforten, bemerkt Hundegger, und zusätzlich zeichne sich bereits ein neuer Rekord an Ausstellern ab: "Etwa 330 Anmeldungen" konnte man eine Woche vor Beginn der Messe schon vermerken. Das sind immerhin um mindestens 20 mehr als 2004. Wobei, ergänzt Hundegger, "heuer auch ein relativ großer Anteil an internationalen Ausstellern" dabei sei, nämlich mit 70 Institutionen über ein Fünftel.

Gekennzeichnet als "BeSt barrierefrei" bieten viele Messekojen zudem Informationsangebote speziell für Menschen mit Behinderung. (DER STANDARD, Bernhard Madlener, Printausgabe, 26.27.2.2005)

  • Erfahrungsgemäß nutzen vor allem SchülerInnen die Gelegenheit zum Gespräch mit über 300 Ausstellern auf der BeSt.
    foto: standard

    Erfahrungsgemäß nutzen vor allem SchülerInnen die Gelegenheit zum Gespräch mit über 300 Ausstellern auf der BeSt.

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