Christos Tore vor Recycling

28. Februar 2005, 12:36
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Aber industriell und in Einzelteilen: Keine Chance für Souvenirjäger des Projektes "The Gates" in New York

New York/Bonn - Nach 16 Tagen ist es mit der safrangelben Pracht im New Yorker Central Park wieder vorbei: Am Montag, 28.2., endet die Installation "The Gates" (Die Tore) des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude, und die mit Nylonstoff behängten 7500 Tore werden wieder abgebaut. Souvenirjäger könnten sich allerdings keine Hoffnung auf Überreste des Kunstwerkes machen - erläuterte die Initiative der deutschen PVC-Branche: Sämtliches Material wird recycelt.

Stahl wird eingeschmolzen, Aluminium wiederverwertet, die in Taucha bei Leipzig zusammengenähten Stoffbahnen werden aufgetrennt und weiterverarbeitet und auch aus den PVC-Toren werden neue Produkte hergestellt, die zum Beispiel am Bau eingesetzt werden.

"Umweltverträglichkeit"

Alle Bestandteile der Tore werden industriell recycelt, heißt es auch auf der Internetseite von Christo und Jeanne-Claude. Dies stehe "in Einklang mit der Umweltverträglichkeit der Projekte".

Einzelne "Tore" oder ihre Bestandteile seien deshalb nicht zu bekommen. Zudem wäre ein einzelnes "Tor" lediglich "das Relikt eines Kunstwerkes", heißt es weiter. Die mit safranfarbenem Nylonstoff behängten fünf Meter hohen Tore winden sich über eine Strecke von rund 37 Kilometer durch den Central Park. Die Tore sind auf den Gehwegen aufgestellt. Hundert Kilometer an Vinylröhren, 100.000 Quadratmeter Stoff, 165.000 Schrauben und Muttern und 5000 Tonnen Stahl wurden eingesetzt. (APA)

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