Kind der Sechziger: Das MuMoK

28. Februar 2005, 19:57
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Anfänge in EXPO-Pavillon - Schwerpunkte auf 20. und 21. Jahrhundert

Wien - Als dunkler, geschlossener Block präsentiert sich Österreichs größtes Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst, das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien (MUMOK) im Museumsquartier. Im prägnanten, mit grauem Basaltlavastein ummantelten Kubus werden auf einer Ausstellungsfläche von 4.800 Quadratmetern die Sammlungsschwerpunkte Pop-Art und Fotorealismus aus der Österreichischen Ludwig Stiftung, Fluxus und Nouveau Realisme aus der Sammlung Hahn und Wiener Aktionismus ausschnittweise gezeigt.

Vermittlung der Moderne

Das von Direktor Edelbert Köb geleitete Museum konnte im Jahr 2004 186.145 Besucher verzeichnen. Vom Bund erhält es jährlich eine Basisabgeltung von 7,369 Mio. Euro jährlich. Die Sammlung des MUMOK umfasst rund 7.000 Werke, darunter Höhepunkte gesellschafts- und realitätsbezogener sowie performativer Kunst des 20. Jahrhunderts. Auf drei Raumebenen wird die Sammlung des Museums gezeigt. Für Sonderausstellungen stehen weitere Raumebenen sowie ein eigener Ausstellungsraum mit temporärem Kino zur Verfügung.

Anspruch des Hauses ist es, die Sammlung der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts nach aktuellsten wissenschaftlichen und museologischen Erkenntnissen und Methoden zu bewahren, auszubauen, zu erforschen und der Öffentlichkeit zu vermitteln. Die gesamte Nutzfläche des Museums beträgt 14.000 Quadratmeter, die - von Köb zuletzt vehement als zu gering kritisierte - Depotfläche 1.800 Quadratmeter.

"20er Haus"

Das MUMOK wurde am 20. September 1962 als "Museum des 20. Jahrhunderts" (später "20er Haus") im Schweizer Garten eröffnet - untergebracht im ehemaligen Österreich-Pavillon der EXPO 1958, der als Ausstellungsgebäude adaptiert wurde. 1979 wurde mit dem Palais Liechtenstein in Wien-Alsergrund ein weiteres Ausstellungsgebäude eröffnet. Anlässlich einer Ausstellung mit Werken moderner Kunst aus der Sammlung von Peter (verstorben 1996) und Irene Ludwig aus Aachen, übergab das Sammlerehepaar dem Museum 1977 eine Gruppe von Werken als Dauerleihgaben, weitere Werke folgten 1991. Die Österreichischen Ludwig-Stiftung wurde 1981 gegründet. Seit September 2001 ist das MUMOK im Museumsquartier untergebracht. (APA)

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