Gestörter Schlaf kann dramatische Folgen haben

28. Februar 2005, 09:30
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Schlafforscher vergleicht die Lebensqualität der Betroffenen mit der von Tumorpatienten

Berlin - Schlafstörungen sind keine harmlose Erkrankung, sondern schädigen die Gesundheit dramatisch. "Diese Menschen haben mitunter eine Lebensqualität, die mit der von Tumorpatienten vergleichbar ist", sagt der Schlafforscher Alexander Blau von der Berliner Charité. Jede schlaflose Nacht verändere Wachheit und Konzentrationsfähigkeit so, als hätte man 0,8 Promille Alkohol im Blut.

Zudem könnten sich Haut, Augen und Immunsystem nur regenerieren, wenn der Körper genügend Schlaf bekomme. Zu wenig Schlaf führe zu Störungen des Stoffwechsels, der Verdauung, des Hormonhaushalts und der Gehirnfunktionen, sagte Blau. Die Ursachen von Schlafstörungen sind dem Experten zufolge vielfältig: Einschlafstörungen, Atemaussetzer oder gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus bei Schichtarbeitern.

Blau riet bei anhaltenden Schlafstörungen unbedingt zu einem Arztbesuch und nötigenfalls zu einer Untersuchung in einem Schlaflabor. Synthetische Schlafmittel seien oft gar nicht erforderlich. Auch mit viel Bewegung an frischer Luft, Baldrian und Hopfen ließen sich Schlafstörungen behandeln.(APA/AP)

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