USA: Abtreibung vorerst nicht neu verhandelt

25. Februar 2005, 12:50
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Einspruch gegen das Grundsatzurteil zur Abtreibungsfreigabe abgelehnt

Washington - Das Oberste Gericht der USA hat einen Einspruch gegen das Grundsatzurteil zur Freigabe der Abtreibung von 1973 ("Roe versus Wade") ohne weiteren Kommentar abgelehnt. Damit wird der Fall nicht erneut aufgerollt. Die damals erfolgreichen Klägerinnen Norma McCorvey und Sandra Cano hatten wegen persönlicher "neuer Einsichten" über die Wirkung von Abtreibungen in einer Petition Bedenken gegen den Richterspruch eingelegt. 1973 hatten die Frauen in einer Musterklage die landesweite Freigabe von Schwangerschaftsabbrüchen durchgesetzt.

Von "Jane Roe" zur "Lebensschützerin"

Die frühere Abtreibungsbefürworterin Norma McCorvey, die 1973 unter dem Pseudonym "Jane Roe" aufgetreten war, argumentierte jetzt unter Berufung auf rund 1.000 betroffene Frauen, dass Schwangerschaftsabbrüche langfristig emotionalen Schaden anrichten können. Die damals 21-jährige Mutter von drei Kindern, die heute als Lebensschutz-Aktivistin auftritt, hat selbst nach eigenen Angaben nie eine Abtreibung durchführen lassen. Keines ihrer drei Kinder wuchs bei ihr auf; eines gab sie zur Adoption frei. (APA/red)

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