Arbeitslose Frauen haben erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen

25. Februar 2005, 11:25
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US-Studie befragte rund 35.000 Frauen

Orlando - Arbeitslose Frauen haben ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen. 28 Prozent der erwerbslosen Frauen von 25 bis 64 Jahren leiden nach einer Studie der US-Gesundheitsbehörde CDC an Bluthochdruck. Sechs Prozent hatten laut der Befragung bereits entweder einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder Schmerzen in der Brust.

Zum Vergleich: Erhöhter Blutdruck betrifft demnach nur 19 Prozent der arbeitenden Frauen und Hausfrauen. Lediglich zwei Prozent der Beschäftigten berichteten über Herzprobleme oder Schlaganfall, bei Hausfrauen liegt dieser Wert mit knapp vier Prozent etwas höher.

Psychisches Befinden

Zudem leidet unter der Arbeitslosigkeit auch das psychische Befinden. In der Befragung hatten die arbeitslosen Frauen durchschnittlich an neun Tagen pro Monat schlechte Stimmung, Beschäftigte und Hausfrauen fühlen sich mit vier und fünf Tagen nur halb so oft mies. "Arbeitslose Frauen, die Beschäftigung wünschen, heben sich deutlich von den Beschäftigten und Hausfrauen ab, indem sie anfälliger für Herzkrankheiten und mentale Probleme sind", sagte die Forscherin Sheree Marshall-Williams auf einer Expertentagung in Orlando im US-Staat Florida.

Befragt wurden im Jahr 2003 insgesamt rund 35.000 Frauen. Probandinnen, die wegen Krankheiten arbeitsunfähig waren, wurden nicht berücksichtigt. (APA/AP)

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