Spims sind im Kommen

17. Mai 2005, 10:33
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Bereits fast ein Drittel aller User von Instant Messaging betroffen

Rund 17 Millionen US-Internet-User haben schon Spims erhalten, die Instant-Messaging-Version von Spams. Wie aus einer zwischen 13. Januar und 9. Februar unter 2.201 Internet-Usern über 18 Jahre durchgeführten Telefonumfrage des Pew Internet & American Life Project hervorgeht, nimmt die Verbreitung von Spims zu. Von den 134 Millionen US-Amerikanern, die online sind, nutzen rund 42 Prozent oder 52 Millionen User Instant Messaging (IM). 30 Prozent der IM-User haben bereits Spims erhalten.

Ranking

IM ist bei jüngeren Usern beliebter als bei älteren. 66 Prozent der unter 30-Jährigen nutzen IM, während nur 35 Prozent der 30- bis 49-Jährigen IM-Programme wie ICQ oder den MSN Messenger verwenden. Aus diesem Unterschied ergibt sich auch, dass jüngere Internet-User (unter 30 Jahren) eher Spims erhalten (39 Prozent) als ältere (27 Prozent). Auch sonst stellt die Umfrage keine signifikante Relation zwischen Spims und anderen Faktoren fest. So ist kein Unterschied bei verschiedenen Einkommensschichten zu erkennen, obwohl IM generell eher von Usern mit geringem Haushaltseinkommen genutzt wird. 50 Prozent der IM-User haben einen Breitband-Zugang, 42 Prozent einen herkömmlichen Zugang über Telefonanschluss. Bei den Spims zeichnen sich aber laut Umfrage dadurch keine Unterschiede ab.

Möglichkeiten

Bei IM-Programmen kann der User (im Gegensatz zum E-Mail) andere User von der Kommunikation ausschließen und nur von einer Liste von Freunden Nachrichten empfangen ("Buddy-List"). Das ist ein wesentlicher Vorteil bei der Vermeidung von Spims. Allerdings hat das Spim "Osama Found" gezeigt, dass diese Barriere umgangen werden kann, berichtet der Marktforscher eMarketer. "Osama Found" ist eine Kombination aus Spyware und Spam. Der User erhält das Spim von einer Adresse auf seiner "Buddy-List". Es enthält den Hinweis "Osama Found" und einen Link zu einer Fake-Nachrichtenseite. Diese Website verlangt die Installation einer "News-Software". Wenn der User vor der Installation die Lizenzvereinbarung nicht ausführlich liest, verschickt sich das Spim an alle Adressen der "Buddy-List" weiter. Die meisten User lesen die Lizenzvereinbarungen offenbar aber nicht, eMarketer sieht daher für IM-User einen dringenden Bedarf über Spims informiert zu werden. (pte)

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