UNO dementiert Annan-Ultimatum zum syrischen Abzug aus Libanon

25. Februar 2005, 15:07
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Sprecher: "Weder Frist gesetzt noch mit Sanktionen gedroht"

New York - Die UNO hat einen Bericht dementiert, wonach UNO-Generalsekretär Kofi Annan Syrien zum Abzug aus dem Libanon bis April aufgefordert habe. Annan habe "niemals eine Frist bis April für einen Abzug gesetzt", noch habe er andernfalls mit Sanktionen gedroht, sagte sein Sprecher Fred Eckhard am Donnerstagabend in New York. Der arabische Fernsehsender Al-Arabiya hatte berichtet, Annan fordere einen Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon bis April und drohe andernfalls mit Konsequenzen.

Eckhard veröffentlichte eine inoffizielle Mitschrift des Annan-Interviews mit Al-Arabiya, das am Freitag ausgestrahlt werden sollte. Demnach sagte der UNO-Generalsekretär, er müsse dem Sicherheitsrat bis April Bericht darüber erstatten, inwieweit Syrien die Forderung nach einem Truppenabzug aus dem Libanon bisher umgesetzt habe. "Falls es ein teilweiser Abzug ist, werde ich das melden müssen. Wenn es ein vollständiger Abzug ist, werde ich das melden müssen", sagte Annan laut Eckhard. Sollte Syrien nicht handeln, könne der Sicherheitsrat "vielleicht wünschen, zusätzliche Maßnahmen zu ergreifen". (APA)

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