Österreicher sehen USA negativ

24. Februar 2005, 19:17
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45 Prozent glauben, dass die EU an Bedeutung gewonnen hat - mit Infografik

Wien - Die Österreicher stehen den USA sehr skeptisch gegenüber. Nach einer Umfrage der Sozialwissenschaftlichen Studiengesellschaft (SWS) bewertet die Mehrheit der Österreicher den Einfluss der USA auf Kultur, Politik und Lebensweise in Europa als negativ. Nur elf Prozent der Befragten sehen die Auswirkungen auf die Kultur in Europa als positiv. In den Bereichen Politik und Lebensweise wird der Einfluss gar nur von zehn Prozent der Befragten geschätzt. Zusätzlich zeigt die Studie, dass die Skepsis gegenüber den USA mit dem Grad an Bildung steigt.

Noch eher positiv wird der Einfluss der US-amerikanische Wirtschaft gesehen (25 Prozent). Dass die USA die österreichische Identität beeinflussen könnten, glauben allerdings nur 20 Prozent der Befragten. Höher wird der Einfluss durch Deutschland (27 Prozent) und die EU (36 Prozent) eingeschätzt.

Die EU selbst wird nach wie vor als "wirtschaftlicher Riese" (56 Prozent) und als "politischer Zwerg" (33 Prozent) betrachtet. Immerhin 45 Prozent sind der Meinung, dass sie im vergangenen Jahr an politischer Bedeutung gewonnen hat. Dass die EU ein weltpolitisches Gegengewicht zu den USA darstelle, glauben aber nur 36 Prozent. (APA)

  • Infografik: Politische Bedeutung der EU

    Infografik: Politische Bedeutung der EU

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