Hundezüchterin weigert sich, an Lesben zu verkaufen

24. Februar 2005, 19:00
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Schweden: Ombudsmann gegen Diskriminierung wurde aktiv

Stockholm - Eine schwedische Hundezüchterin kommt möglicherweise vor Gericht, weil sei einem lesbischen Paar nicht den ins Auge gefassten Welpen verkaufen will. Wie die Stockholmer Zeitung "Aftonbladet" am Donnerstag berichtete, prüft der staatliche "Ombudsmann gegen Diskriminierung wegen sexueller Neigungen" eine entsprechende Anzeige.

Verstoß gegen Diskriminierungsverbot

Die als Paar zusammenlebenden Frauen hatten der Züchterin Interesse am Kauf eines im Internet angebotenen Golden-Retrievers bekundet und zunächst eine Zusage erhalten. Als die Züchterin aber gewahr wurde, dass sie ihren Welpen einem homosexuellen Paar übergeben sollte, änderte sie ihre Meinung sofort und endgültig.

"Ich habe dieses Gespräch als zutiefst kränkend empfunden, weil die Züchterin den Eindruck vermittelte, dass wir als Lesben keine geeigneten Hundehalter sein könnten", hieß es in der Anzeige bei dem Ombudsmann, dessen Amt in Schwedisch "HomO" abgekürzt wird. Ein Sprecher erklärte, es spreche "sehr viel für eine Anzeige wegen Verletzung des gesetzlichen Diskriminierungsverbotes". (APA)

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