Nestle 2004 mit mehr Gewinn und höherer Dividende

24. Februar 2005, 15:59
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Außerordentlicher Ertrag von einer Milliarde Franken beim französischen Kosmetikunternehmen L'Oreal - Umsatz leicht rückläufig

Vevey - Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle hat im vergangenen Jahr mehr verdient und seine Schulden weiter abgebaut. Der Reingewinn im vergangenen Jahr stieg vor allem dank eines Sondereffekts um 8,1 Prozent auf 6,7 Mrd. Franken (4,36 Mrd. Euro).

Zu dem hohen Gewinn steuerte mit einem außerordentlichen Ertrag von einer Milliarde Franken das französische Kosmetikunternehmen L'Oreal bei, an dem Nestle beteiligt ist. Wie der Konzern am Donnerstag im Schweizer Vevey mitteilte, verringerte sich der Umsatz um 1,4 Prozent auf 86,77 Mrd. sFr.

Wegen des deutlichen Gewinnanstiegs, der dennoch leicht unter den Erwartungen der Analysten lag, soll die Dividende um 11 Prozent auf 8 Franken pro Aktie erhöht werden.

Der L'Oreal-Sonderertrag war im Zusammenhang mit der Aventis-Übernahme durch die französische Sanofi- Synthelabo entstanden, an der wiederum L'Oreal einen Anteil hält. Nestle kündigte in Vevey für die zweite Jahreshälfte ein großes Aktienrückkaufprogramm über bis zu einer Milliarde Franken an.

Schwieriges Jahr in Europa

Besonders in Europa hatte Nestle 2004 wegen des begrenzten Wachstums, der hohen Sparquote der privaten Haushalte und eines verschärften Preiskampfes unter den Discountern ein schwieriges Jahr. Der Umsatz konnte hier jedoch bei 28,6 Mrd. sFr gehalten werden, hieß es.

Auch im laufenden Jahr erwartet Nestle ein ähnliches Geschäftsumfeld in Westeuropa. Für die Gruppe gab sich Konzernchef Peter Brabeck-Latmathe zuversichtlich. Nestle werde im laufenden Jahr mehr Umsatz machen und die Betriebsgewinnmarge weiter steigern.

Der Betriebsgewinn lag bei 10,970 Mrd. sFr. Damit erzielte Nestle eine Rekordmarge von 12,6 (Vorjahr 12,5) Prozent des Umsatzes. Zur Verbesserung der Betriebsgewinnmarge trugen laut der Mitteilung die laufenden Kostensenkungsprogramme der Gruppe bei. Die Nettoverschuldung wurde bis Ende 2004 um mehr als 4 Mrd. sFr auf 10,2 Mrd. sFr reduziert. (APA)

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