US-Botschafter in Berlin geht in die USA zurück

25. Februar 2005, 21:10
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Daniel Coats hatte Amt im Sommer 2001 übernommen - Nachfolger steht laut Botschaft noch nicht fest

Berlin - Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, geht in die USA zurück. An diesem Freitag gibt er in Berlin seine Abschiedspressekonferenz. Welches Amt der 61-Jährige übernehmen wird, war am Donnerstag noch nicht bekannt. Wer neuer US-Botschafter in Deutschland wird, steht nach Angaben der Botschaft noch nicht fest.

Coats hatte das Amt am 15. August 2001 übernommen. Diplomatisches Geplänkel lag ihm wenig. Für einen Diplomaten gab er sich ungewohnt offen. Auf das definitive Nein des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder (SPD) zu einer Beteiligung Deutschlands am Irak-Krieg reagierte er entgegen den Gepflogenheiten drastisch: In den USA seien "ernste Zweifel aufgekommen, ob Deutschland noch ein verlässlicher Partner ist".

Coats war nach der Wiederwahl von US-Präsident George W. Bush im vorigen November für einen Regierungsposten gehandelt worden. Der promovierte Jurist war 1989 nach acht Jahren im Abgeordnetenhaus für den neuen Vizepräsidenten Dan Quayle in den Senat gekommen. Seit seinem Ausscheiden aus dem Senat 1999 arbeitete Coats in Washington für eine führende Anwaltskanzlei. (APA/dpa)

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    Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, kehrt in seine Heimat zurück.

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