Neue Drogenberatungsstelle für Favoriten

25. Februar 2005, 13:13
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Beratungsstelle soll Hilfs-Angebot im Süden der Stadt verbessern

Wien - Die Stadt Wien errichtet im Bezirk Favoriten eine neue Beratungseinrichtung für Drogenkranke und deren Angehörige. Der Schwerpunkt wird dabei auf der Betreuung von Jugendlichen liegen, sagte Drogenkoordinator Michael Dressel. Gemeinsam mit Gesundheits- und Sozialstadträtin Renate Brauner (S) präsentierte er das Projekt, das im kommenden Juni offiziell in Betrieb gehen soll. Die Beratungsstelle soll das Angebot im Süden der Stadt verbessern. Pro Jahr will man mehr als 750 Personen Hilfe anbieten.

Träger der Einrichtung ist der Verein Dialog, der in der neuen Beratungsstelle in der Gudrunstraße 184 bereits ein Jobvermittlungsprojekt für Suchtmittelabhängige betreibt. Die Räume sollen nun ausgebaut werden, um für vorerst 13 Mitarbeiter Platz zu schaffen. Die Beratungsstelle wird im Vollbetrieb ab dem Jahr 2006 rund eine Millionen Euro pro Jahr kosten.

Gute Chancen bei Jugendlichen

Man wolle vor allem Jugendliche ansprechen, die mit Drogen Probleme zu haben, sagte Dressel: "Wenn es gelingt, sie rechtzeitig in die Betreuung zu bringen, dann steht die Chance gut, dass sie davon weg kommen." Auch Alexander David, Drogenbeauftrager der Stadt und ärztlicher Leiter bei Dialog, hält es für sinnvoll, frühzeitig anzusetzen. "Es gelingt bei Jugendlichen in vielen Fällen, die Krankheit zu beenden und ein Leben ohne Drogen führen zu können", betonte er.

In Wien gibt es derzeit 24 ambulante und acht stationäre Drogenhilfseinrichtungen. Die Betroffenen setzen sich nach Angaben Davids aus geschätzten 8.000 schwerst Abhängigen vom harten Drogen.(APA)

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