Kampagne für schwule und lesbische RekrutInnen gestartet

24. Februar 2005, 13:08
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Lobbying-Gruppe Stonewall will Einstellung innerhalb der britischen Royal Navy gegenüber Homosexualität ändern

London - Die britische Royal Navy rekrutiert in Großbritannien aktiv homosexuelle Männer und Frauen für ihre Dienste. Die Lobbying-Gruppe Stonewall, bekannt für ihr Auftreten für die Rechte von Homosexuellen, soll bessere Strategien entwickeln helfen, damit gezielt schwule Männer und lesbische Frauen angesprochen werden. Geworben wird unter anderem mit Anzeigen in Zeitungen und Magazinen für Schwule. Die Zielgruppe liegt zwischen 16 und 24 Jahren. Ein Sprecher der Navy betonte auch die Bemühungen, die Atmosphäre dahingehend zu ändern, so dass Homosexuelle künftig "ein gutes Gefühl bei der Arbeit in der Navy haben", so die New York Times.

Einstellung innerhalb der Navy ändern

Vor fünf Jahren wurde jenes Gesetz aufgehoben, das britischen Schwulen und Lesben den Militärdienst untersagte. Jetzt wollen die Verantwortlichen noch einen Schritt weiter gehen und die gesamte Einstellung innerhalb der Navy ändern, damit Menschen, die sich noch immer aufgrund ihrer sexuellen Orientierung beschränkt fühlen, ein Coming Out wagen. Ein Sprecher der Navy bezeichnete diese neue Linie sogar als proaktiv, da Integration betrieben und die Diversifizierung der Navy betont werde.

In Großbritannien haben Homosexuelle in jüngster Zeit von zahlreichen neuen Gesetzen profitiert. Jetzt dürfen ArbeitgeberInnen ihre Angestellten nicht mehr aufgrund ihrer sexuellen Neigungen diskriminieren. 1999 entschied ein europäisches Gericht, dass die Regelung in der Navy gegen die Menschenrechte verstoßen würde. Die Diskussion über dieses Thema ging bis dato in Großbritannien oftmals mit den Vorurteilen einher, dass Schwule und Lesben die Disziplin und den Zusammenhalt in der Navy zerstören würden.

Strenges Verbot jeglicher Sexualität

In der Royal Navy gelten für Homosexuelle die gleichen Verhaltensregeln wie für Heterosexuelle. Jegliche Form der Berührung oder auch das Küssen sind untersagt. Seit 1991 dürfen in Großbritannien Frauen mit Männern auf den Schiffen arbeiten. Es gilt ein strenges Verbot jeglicher Sexualität und die Seemänner halten sich nach Angaben der Navy an den Verhaltenskodex aufgrund "ihrer guten Manieren".

Trotz der Änderung der Rechtslage vor fünf Jahren haben sich bis dato nur sehr wenige Frauen und Männer, die im Dienst der Navy stehen, zu einem Coming Out entschieden. Statistiken über diesen Anteil gibt es ebenfalls nicht. Denn Sexualität ist nach wie vor eine private Angelegenheit eines jeden Individuums, so ein Navy-Sprecher. (pte)

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    Damit sich die Einstellung in den Navy gegenüber Homosexualität ändert, hat Stonewall eine Kampagne gestartet.
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