Einkommenskampagne zum Frauentag

24. Februar 2005, 11:57
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ÖGB-Frauen verlangen gleiche Chancen für Frauen am Arbeitsmarkt

Wien - Auf gleiche Chancen für Frauen und Männer am Arbeitsmarkt drängten am Donnerstag die ÖGB-Frauen. Um die Regierung diesbezüglich aus dem "Winterschlaf" zu wecken, starte am Internationale Frauentag den 8. März eine Einkommenskampagne, wie ÖGB-Frauenvorsitzende und Vizepräsidentin Renate Csörgits in einer Aussendung ankündigte. "Die Rahmenbedingungen insbesondere für Frauen mit Kindern sind unzumutbar. Als Folge davon landen immer mehr Wiedereinsteigerinnen nach der Babypause in der Arbeitslosigkeit oder in nicht existenzsichernden atypischen Beschäftigungsverhältnissen", so Csörgits.

Gleich bleibend wichtige Forderungen

Konkret fordert sie neben dem Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen eine Qualifizierungsoffensive für Wiedereinsteigerinnen, eine Reform des Kindergeldes sowie die Schaffung von mehr Vollzeitarbeitsplätzen für Frauen. Druck machen wollen die ÖGB-Frauen aber auch auf die Sozialpartner. "Wir fordern eine solidarische Lohnpolitik. Die unteren Einkommen müssen verstärkt angehoben werden. Und mehr Frauen müssen in den Kollektivverhandlungsteams vertreten sein", so Csörgits.

ÖVP lässt Kritik der ÖGB-Frauen nicht gelten

Die ÖVP-Frauensprecherin Elisabeth Scheucher-Pichler wies die Kritik in einer Aussendung vehement zurück: Österreich sei von der EU-Kommission gelobt worden, was "signifikante Fortschritte" bei den Rahmenbedingungen für Frauen und Kinder anbelangt.

Scheucher-Pichler warf dem ÖGB dagegen vor, selbst zu wenig für die Frauen zu tun. Csörgits solle "Druck" auf den ÖGB selbst machen, schließlich sei auch dieser von der EU-Kommission insofern kritisiert worden, "dass es keine Belege für die Bemühungen der Sozialpartner gebe, den Einkommensunterschied zwischen Frauen und Männern zu reduzieren." (APA)

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