Wohnungseinbrüche oft leicht zu verhindern

25. Februar 2005, 16:08
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Häufig könnten einfache Maßnahmen und gesundes Misstrauen Einbrüche vermeiden

Wien - Die Zahl der Einbruchdiebstähle ist in den vergangenen Jahren österreichweit explodiert. 17.461 Mal wurde 2004 in Wohnungen oder Häuser eingestiegen. Der Grund dafür liegt nicht unbedingt daran, dass die Diebe schlauer geworden sind.

Man braucht nicht erst ausgeklügelte Alarmanlagen und Sicherheitssysteme zu installieren, um den Dieben und Einbrechern einen Riegel vorzuschieben. Einfache vorbeugende Maßnahmen und gesundes Misstrauen können einiges vermeiden. "Über zwei Drittel der Einbrecher sind so genannte Spontantäter", weiß Bernhard Noll, Leiter des ITS. "Eine offene Haus-, Keller- oder Bodentür ist deshalb geradezu eine Einladung zur Straftat. Die Tür auch tagsüber zusperren und nicht nur zuziehen ist ein effektives Gegenmittel."

Keine Auskünfte über Nachbarn

Wenn jemand klingelt, kann das auch eine Anwesenheitskontrolle sein. Daher niemals öffnen ohne nachzufragen, wer ins Haus will.

Auch Informationen über Nachbarn, vor allem über ihre An- und Abwesenheitszeiten, sollten niemals an unbekannte Personen weitergegeben werden.

Fremde ansprechen

Und wenn Fremde im Haus sind, macht man es im Zweifelsfall am besten wie die Hausmeister: Einfach ansprechen!

Hausfremde Personen nicht ins Haus lassen

Getestet wurden 201 Mehrfamilienhäuser (keine Neubauten) vom ersten bis in den neunten Wiener Gemeindebezirk. Bei jedem zweiten Objekt (69 Prozent) war es mühelos möglich, ins Stiegenhaus zu gelangen. Oft stand die Haustüre einfach offen (23 Prozent) oder die geschlossene - aber unversperrte - Tür ließ sich ohne Probleme öffnen (20 Prozent). In 17 Prozent der Häuser wurde den potenziellen Dieben sogar von einem Bewohner, der gerade das Haus verließ, ohne nachzufragen die Tür offen gehalten.

Türsprechanlage: Türe nur auf Nachfrage öffnen

Bei zehn Prozent wurde die Tür nach Anläuten ohne Benutzen der Gegensprechanlage sofort geöffnet. In 30 Prozent der Fälle ließen sich die Bewohner von ganz banalen Einlass-Bitten überrumpeln. Am häufigsten genügte der Satz "Ich bringe Werbematerial, lassen Sie mich hinein", um sich unerwünschten Zutritt zu verschaffen (40,5 Prozent). 33,5 Prozent drückten auf den Türöffner, wenn angeblich ein Paket für eine andere Wohnung gebracht wurde und 26 Prozent ließen sich von einer Blumenlieferung für jemanden anderen erweichen. (APA)

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