NATO-Generalsekretär spricht mit Israel über Ausbau der Kontakte

25. Februar 2005, 12:25
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Möglicher Friedenseinsatz nur auf Bitten beider Nahost-Parteien und mit UNO-Billigung

Tel Aviv - Eine NATO-Friedenstruppe für den Nahen Osten ist nach den Worten von NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer nur bei einem Friedensabkommen zwischen Israelis und Palästinensern möglich. Zudem müssten beide Seiten eine Präsenz der Militärallianz erbitten, und der UNO-Sicherheitsrat müsse diese erst billigen, sagte De Hoop Scheffer der israelischen Tageszeitung "Haaretz" zum Auftakt eines offiziellen Besuchs in Israel. "Der Friedensprozess selbst steht derzeit nicht auf der Agenda der NATO", sagte der Generalsekretär.

De Hoop Scheffer wollte am Donnerstag bei seinem eintägigen Besuch den israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon, Außenminister Silvan Shalom und den israelischen Generalstabschef Moshe Yaalon treffen. Am Nachmittag war ein Vortrag in einer Privatuniversität in Herzliya vorgesehen. De Hoop Scheffer will in Israel über den Ausbau der Kontakte zur NATO sprechen. "Haaretz" berichtete, der Generalsekretär habe seine Vorstellungen auf Druck Frankreichs, Belgiens und Großbritanniens abschwächen müssen. (APA/dpa)

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