Ruf nach Neuwahlen in Schleswig-Holstein

24. Februar 2005, 10:55
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Nach knappem Wahlausgang: CDU und SPD in Sondierungsgesprächen uneins über Besetzung des Ministerpräsidentenposten

Hamburg - Nach dem knappen Wahlausgang in Schleswig- Holstein wird aus Reihen der CDU die Forderung nach Neuwahlen laut. Der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Helmut Lamp sagte der "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe): "Neuwahlen wären aus meiner Sicht die sauberste Lösung. Das würde auch dem Willen der großen Mehrheit der Schleswig-Holsteiner entsprechen."

Der schleswig-holsteinische CDU-Bundestagsabgeordnete Ole Schröder nannte Neuwahlen einen "möglichen Weg". Auch der CDU- Landesvorsitzende in Mecklenburg-Vorpommern, Eckhardt Rehberg, sprach sich für Neuwahlen aus. Wenn es zu keiner tragfähigen Koalition komme, "müssen Neuwahlen her", sagte er der "Bild"- Zeitung.

Nach Informationen der Zeitung haben sich CDU und SPD in Kiel bei ersten Sondierungsgesprächen über eine mögliche große Koalition nicht darauf einigen können, wer in einem solchen Bündnis Ministerpräsident werden würde. Die SPD, die bei der Landtagswahl am Sonntag nur zweite Kraft hinter der Union wurde, bestand darauf, dass Heide Simonis auch in einer großen Koalition Regierungschefin bleiben müsse. (APA/dpa)

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