Enorme Preisunterschiede bei Kfz-Haftpflicht

28. Februar 2005, 17:26
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Autoversicherungen auf den Zahn gefühlt - für Zusatzleistungen muss man tief in die Tasche greifen - mit Kommentar

Autoversicherungen wurde mit einem Kfz-Haftpflichtcheck auf den Zahn gefühlt. Fazit: Die Prämienunterschiede sind enorm; für Zusatzleistungen muss man oft tief in die Tasche greifen.

Wien - Autofahrer können mit einem Vergleich der Angebote in der Kfz-Haftpflicht-Versicherung oft ein Drittel an Prämien sparen. In Einzelfällen kann die Ersparnis sogar knapp die Hälfte ausmachen. Zu diesem Ergebnis kommt ein Test aller heimischen Anbieter durch das Magazin Konsument des Vereins für Konsumenteninformation (VKI).

Getestet wurden 22 Versicherungsanbieter (inklusive zwei Online-Anbieter). Nicht einbezogen wurden Angebote von Automobilfahrerclubs. Überprüft wurden Prämienhöhe, Leistungsumfang, Vertragsbedingungen und Informationsqualität.

Die größte Differenz haben die Konsument-Tester für das Fallbeispiel einer VW-Golf-Fahrerin in der besten Bonus-Stufe 00 festgestellt, wo Jahresprämien zwischen 223 Euro und 422 Euro ermittelt wurden. Beim zweiten Musterfahrzeug, einem Renault Espace, war die niedrigste Prämie mit 320 Euro um ein Drittel günstiger als das teuerste Angebot. Auch für Führerschein-Neulinge (Stufe 09) betrugen die Unterschiede ein Viertel bis ein Drittel. Bei jährlicher Zahlung spart man sich bis zu einem Zehntel der Prämien.

Die Ergebnisse könnten aber nicht automatisch auf andere Autotypen und Versicherte übertragen werden, strich Franz Floss, VKI-Bereichsleiter, hervor.

Vergleichbarkeit

Auch wenn ein Versicherer in einer bestimmten Stufe günstig ist, gelte das nicht automatisch für andere Stufen. Eine günstige Prämie habe außerdem immer weniger Zusatzleistungen inkludiert als teurere, sagte Floss: "Keine einzige Versicherung bot sowohl eine günstige Prämie als auch ein breites Leistungsspektrum an. Einige der günstigsten Versicherer für 00-Bonusfahrer cashen in der 09er-Stufe ordentlich ab."

Als Bestbieter in Stufe 00 wurden Basler, Hannover, VAV und die beiden Online-Vertriebe Wiener Städtische24 und Züritel ermittels. Als für alle attraktiv befunden wurden ebenfalls Wiener Städtische24 und VAV, da sie in den Stufen 00 und 09 als günstigste voran gelegen seien. Die insgesamt teure Allianz habe zwar in allen untersuchten Fällen die höchste Prämie aufgewiesen, aber Bestnoten bei Leistungen und Informationsqualität erzielt.

Der VKI bietet über seine Homepage www.konsument.at einen Prämienvergleich an. (ric, APA, DER STANDARD Printausagbe 24.2.2005)

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